POL-ROW: ++ Hurricane Festival 2011 auf dem Scheeßeler Eichenring: Fast 400 Freunde und Helfer sorgen für Sicherheit und Ordnung (Fotos) ++
Rotenburg (ots) - Scheeßel. Erstmals stehen der Polizei in diesem Jahr Quads zur Verfügung, damit sie schnell vor Ort ist, wenn es brenzlig wird. Zu Pferde, auf Mountainbikes, mit Motorrädern, im VW-Bulli oder zu Fuß sind die Ordnungshüter bereits seit Jahren auf dem Scheeßeler Hurricane Open Air anzutreffen. Den Tipps mit den besonders geländegängigen Fahrzeugen erhielten die Rotenburger Beamten von ihren Kollegen bei einem Besuch des Wacken Open Air. Die "Festival-Polizeien" stehen seit Jahren im engen Kontakt und tauschen ihre Erkenntnisse und Erfahrungen aus, um den Gästen ein sicheres Festival garantieren zu können, berichtet Detlev Kaldinski von der Rotenburger Polizeiinspektion. Von der Mobilen Wache am Eichenring-Eingang über den Polizeihubschrauber "Phönix" bis hin zur Einsatzküche im beschaulichen Ortsteil Wittkopsbostel bietet die Polizei fast alles auf, was sie hat. Mit dabei sind auch in diesem Jahr wieder Hundertschaften der Bereitschaftspolizei aus Lüneburg und Oldenburg, die von Kollegen aus Hannover unterstützt werden. Auf nahezu 400 Einsatzkräfte kommen die Ordnungshüter im Hurricane-Einsatz.
Besonders im Fokus stehen in diesem Jahr wieder die Verhinderung von Taschendiebstählen und Diebstählen aus Zelten. Bis auf mehrere hundert Fälle summierten sich die Straftaten in der Vergangenheit. Die Polizei Rotenburg reagierte mit einem umfangreichen Präventions-, Fahndungs- und Ermittlungskonzept, um es den Ganoven so schwer wie möglich zu machen. Damit hatten die Beamten im letzten Jahr Erfolg und konnten besonders den Taschendieben das Leben schwer machen. Bei diesen handelte es sich oft um Südosteuropäer, die nach Alter, Aussehen und Bekleidung nicht auf das Festival passen, warnt die Polizei und bittet bei Sichtung um Tipps.
- Geldbörsen in der Gesäßtasche sind gefährdet -
Die Ermittler fordern die Festivalbesucher auf, es den Dieben ebenfalls schwer zu machen und Wertsachen nah am Körper, am besten in einer Brusttasche, aufzubewahren. Portmonees in Gesäßtaschen werden völlig unbemerkt geklaut, hören die Fahnder immer wieder von den Anzeigeerstattern. "Wertgegenstände sollten vor allem während der Auftritte der attraktiven Bands auf keinen Fall im Zelt zurückbleiben", bittet Kaldinski. Wer Verdächtige um die Zelte schleichen sieht, sollte sofort mit genauen Ortsangaben und einer Personenbeschreibung die Notrufnummer 110 anrufen, rät der Polizeisprecher. Gegenstände, die einem wichtig sind, sollte man auf einem Zelt-Festival nie allein lassen, ergänzt er.
Auch in diesem Jahr rechnet die Polizei erneut mit Ticketfälschungen, besonders bei Internettickets, die auf dem eigenen Drucker ausgedruckt werden können. Daher sollten Tickets nur bei autorisierten Stellen und vielleicht noch von einem guten Freund gekauft werden, der selbst verhindert ist. Der Veranstalter kontrolliert jedes Ticket und lässt verständlicherweise niemanden mit einer betrügerischen Eintrittskarte auf das Gelände!
- Auf der Anfahrt Polizeiweisungen Folge leisten -
Sollte es zu Störungen kommen, wird die Polizei frühzeitig über Verkehrsfunk warnen und die Anreisenden informieren. Daher sollte in dem Fall bei der Anfahrt das Radio an sein. Der Veranstalter hält genügend Parkplätze für die weit über 20 000 Fahrzeuge bereit, auf den Straßen wird die Polizei den Verkehr mit Motorradpolizisten und Verkehrsregelungsposten leiten. Deren Anweisungen sollte unbedingt Folge geleistet werden, bittet der Polizeisprecher.
Geparkt wird wieder in Doppelreihe. Danach sollte das Fahrzeug auf dem in Scheeßel immer etwas weichen Boden möglichst bis zur Abfahrt nicht bewegt werden, damit der Boden besonders bei Regen nicht zerfahren wird. Einkaufsmöglichkeiten gibt es zu Fuß im nahen Scheeßel und inzwischen auch in einigen Supermärkten auf dem Veranstaltungsgelände. Auf dem Eichenring sollten bei Regen die dort eigens dafür ausgelegten Metallstraßen für den Übergang auf das Nebengelände genutzt werden, damit dort keine Matschwüste entsteht.
- Polizei ist auf alles vorbereitet -
Nach dem Unglück von Duisburg hat sich die Polizei mit allen möglichen Eventualitäten befasst und Vorsorge getroffen. Bereits in der Vergangenheit gab es immer wieder mal unvorhergesehene Probleme, wie beim Unwetter 2006, die aber in der traditionell guten Zusammenarbeit zwischen den Behörden und mit dem Veranstalter gelöst werden konnten. Darauf setzt die Polizei, die intern und gemeinsam mit den anderen Verantwortlichen jedes Jahr die Erfahrungen in einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess einfließen lässt. So gilt Scheeßel als ein sehr sicherer und gut organisierter Event.
Wer sich allerdings nicht an Regeln hält, muss mit einer gelben oder roten Karte rechnen. In Crowdsurfen über die Köpfe der anderen Gäste hinweg oder der besonders verletzungsträchtigen "Wall of Death", bei der zwei Gruppen absichtlich in der Mitte zusammenlaufen, sieht die Polizei kein angemessenes Freizeitverhalten. Schließlich sollen alles Besucher des Festivals nachher wieder ohne Blessuren nach Hause fahren. Randalierer müssen daher mit einer gelben oder roten Karte rechnen, für sie ist das Festival an diesem Tage vorbei. Auch Drogen werden übrigens nicht toleriert, insbesondere nicht am Steuer. Hier sollte sich jeder wieder auf Kontrollen einstellen. Besonders Dealern und Dieben sei darüber hinaus gesagt, dass die Polizei auch in diesem Jahr wieder mit zahlreichen Zivilfahndern unterwegs sein wird.
## Fotos in digitaler Pressemappe: Luftbild Hurricane - dahinter Scheeßel / Einsatzleitung Hurricane / Einsatzbesprechung / Polizeihubschrauber Phönix
Rückfragen bitte an: Polizeiinspektion Rotenburg Pressestelle Detlev Kaldinski Telefon: 04261/947-104 E-Mail: detlev.kaldinski (at) polizei.niedersachsen.de








