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Brennende LKW auf der A 1
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POL-ROW: ++ Auffahrunfall löste Brand zweier Lastzüge aus - Ein Schwerverletzter und 800 000 Euro Schaden - A 1 musste lange gesperrt werden - Fahrbahn der Autobahn beschädigt

    Rotenburg (ots) - Regesbostel/A1. Ein schwerer LKW-Unfall auf der Richtungsfahrbahn Hamburg der A 1 bei Regesbostel beschäftigte seit Mittwochnachmittag kurz nach 15.00 Uhr die Autobahnpolizei Sittensen, die Freiwillige Feuerwehr Tostedt, den Rettungsdienst und den Autobahnsbetriebsdienst für mehrere Stunden.  Lange Staus auf der A 1 und auch den Ausweichstrecken sorgten für erhebliche Verkehrsstörungen.

    Wegen einer Vollsperrung der Anschlussstelle Rade in Fahrtrichtung Hamburg wegen einer Ölspur und der nachfolgenden Fahrbahnreinigung war es um 15.00 Uhr zu einem rund 10 Kilometer langen Rückstau gekommen. Diesem Stau, vor dem der Verkehrsfunk immer wieder warnte, näherte sich ein 35-jähriger Sattelzugfahrer aus Polen. Noch kurz vor dem Stauende fuhr er mit hoher Geschwindigkeit und versuchte im letzten Augenblick noch auszuweichen. Vergeblich, denn er krachte voll in den Sattelzug eines 58-jährigen Bremers, der wiederum auf den Sattelzug eines 30-jährigen Türken geschoben wurde.

    Der polnische Sattelzug stürzte um, fiel auf die rechte Seite und fing sofort Feuer, das sich auch auf den Bremer Sattelzug ausweitete. Der glücklicherweise angeschnallte schwer verletzte 35-jährige Pole konnte noch im letzten Moment von den anderen Unfallbeteiligten und weiteren Verkehrsteilnehmern aus seinem völlig zerstörten Führerhaus gerettet werden, ehe dies ebenfalls brannte. Nach Erstversorgung an der Unfallstelle wurde der Pole in das Krankenhaus Buxtehude gebracht. Nach ersten Stellungnahmen besteht keine Lebensgefahr. Der Türke und der Bremer Kraftfahrer wurden nicht verletzt. Der Sachschaden wird insgesamt auf 800 000 Euro geschätzt.

    Bei Untersuchungen an der Unfallstelle stießen die Beamten der Autobahnpolizei neben dem Fahrzeug des Polen auf dessen Handy, auf dem eine SMS begonnen, aber nicht abgeschlossen worden war. Dies ist möglicherweise eine Erklärung, wieso der polnische Kraftfahrer mit solcher Wucht aufgefahren war.

    Die Brand- und Rauchentwicklung an der Unfallstelle machten es erforderlich, dass die Autobahn in diesem Bereich kurz nach dem Unfall zwischen an den Anschlussstellen Heidenau und Hollenstedt beidseitig voll gesperrt werden musste. Das führte zu einer völligen Überlastung der Ausweichstrecken.

    Um 18.55 Uhr wurde auch die Eckverbindung der A 261 nach Bremen gesperrt, um die A 1 zu entlasten. Den Verkehrsteilnehmern wurde geraten, weiträumig über die A 7 und die A 27 auszuweichen. Dem noch vor der Unfallstelle stehenden Verkehr wurde in Gegenrichtung das Abfahren von der Autobahn über die Anschlussstelle Heidenau ermöglicht.

    Vor Ort waren sechs Funkstreifenwagen der Autobahnpolizei und umliegender Dienststellen, die Freiwillige Feuerwehr Tostedt mit 15 Fahrzeugen und 60 Einsatzkräften, mehrere Rettungswagen und ein Notarzt sowie zahlreiche Fahrzeuge des Autobahnbetriebsdienstes A1-mobil der inzwischen privatisierten Autobahn und verschiedener Spezialfirmen eingesetzt.

    An der Unfallstelle ist die Fahrbahn bis auf den Untergrund im Bereich von 160 Quadratmetern erheblich beschädigt worden. Zurzeit wird der Verkehr mit 60 Stundenkilometern Höchstgeschwindigkeit an der Unfallstelle vorbei geleitet. In den Abendstunden soll eine Verkehrsschau der Schadenstelle eine Lösung zur Reparatur der Fahrbahndecke erbringen. Die Arbeiten sollen dann zügig beginnen.

    ## Fotos in digitaler Pressemappe: Brennende Lastzüge auf der A 1

Pressekontakt:
Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Rotenburg
Pressestelle
Detlev Kaldinski
Telefon: 04261/947-104
E-Mail: detlev.kaldinski (at) polizei.niedersachsen.de