LKA-NRW: Verdacht auf millionenschweren Kapitalanlagebetrug-Durchsuchungen und Festnahmen
LKA Nordrhein-Westfalen (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf und des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen
Verdacht auf millionenschweren Kapitalanlagebetrug - Durchsuchungen und Festnahmen - Hotline für Geschädigte eingerichtet
Gestern durchsuchten 116 Ermittler des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen und sieben Staatsanwälte der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen wegen des Verdachts des Betruges im besonders schweren Fall 13 Objekte (Wohnungen und Büroräume) in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen und Hessen. Weitere Durchsuchungen erfolgten im Rahmen der Rechtshilfe in der Schweiz, Litauen, Spanien und Kanada (Wohnungen und Firmenräume). Gegen drei deutsche Beschuldigte im Alter von 50, 64 und 66 Jahren wurden Haftbefehle vollstreckt. Die Beschuldigten sind dringend verdächtig, seit 2002 in betrügerischer Absicht Beteiligungen an der Business Capital Investors Corp. (USA) vertrieben zu haben. Es besteht der Verdacht, dass etwa 4000 teils noch nicht identifizierte Anleger mit einem Gesamtanlagevolumen von etwa 100 Millionen Euro geschädigt worden sind. Den Anlegern wurde eine Rendite in Höhe von 15,5 % in Aussicht gestellt. Nach den bisherigen umfangreichen und personalintensiven Ermittlungen gibt es Anhaltspunkte, dass Renditen nicht erwirtschaftet, sondern aus den Anlagebeträgen ausgezahlt wurden ("Schneeballsystem").
Das Landeskriminalamt NRW hat für mögliche Geschädigte die Hotline 0211-939-1564, die Fax-Nummer 0211- 939-1209, sowie das Email-Postfach Hinweis@polizei.nrw.de eingerichtet. Anleger, die eine Beteiligung an der Business Capital Investors Corp. (USA) erworben und bisher nicht von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf angeschrieben wurden, werden dringend gebeten, sich an die Hotline zu wenden. Bisher nicht bekannte Geschädigte haben so die Möglichkeit, eine Anzeige zu erstatten und den Kontakt mit der zuständigen Ermittlungskommission aufzunehmen.
Weitere Einzelheiten können im Hinblick auf die andauernden Ermittlungen leider nicht mitgeteilt werden.
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