POL-WOB: Vier Fahrer unter Drogeneinfluss - Verkehrsexperte der Polizei warnt vor unkalkulierbaren Risiken im Straßenverkehr bei Rauschgiftkonsum

Wolfsburg (ots) - Wolfsburg, Frankfurter Straße, Dieselstraße, Stralsunder Ring, Kleiststraße 21./22.02.12

Gleich vier Fahrzeugführer wurden in der Nacht zum Mittwoch im Wolfsburger Stadtgebiet unter dem Einfluss von Drogen am Steuer ihres Pkw angetroffen. Zunächst wurde um 23.20 Uhr ein 25 Jahre alter Ford-Fahrer in der Frankfurter Straße überprüft. Nur wenige Minuten später trafen Beamte in der Dieselstraße auf einen 21-jährigen Polo-Fahrer und im Stralsunder Ring auf einen 21-jährigen Audi-Fahrer. Um 0.35 Uhr wurde schließlich ein 24-jähriger Golf-Fahrer kontrolliert. Alle vier Fahrer aus Wolfsburg, die zu der besonders gefährdeten Altersgruppe der jungen Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren zählen, wurde eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt untersagt. Zusätzlich müssen sich die Fahrzeugführer auf ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen Drogenbesitz einstellen.

Frank Steinke als Verkehrsexperte der Wolfsburger Polizei warnt insbesondere junge Autofahrer: "Drogen zeigen beim Auto fahren Wirkung". Untersuchungen belegen, dass Rauschgift das Zeitgefühl beeinträchtigt, die Wahrnehmung verändert und die Reaktionsfähigkeit sowie die Konzentration deutlich abnimmt. Zum Teil putschen sie auf, führen zu Selbstüberschätzung und riskanter Fahrweise. Besonders gefährlich sei es, so der Polizeihauptkommissar, mehrere Drogen gleichzeitig oder in Verbindung mit Alkohol zu nehmen. Dies führe zu vollkommen unkalkulierbaren Risiken im Straßenverkehr. Ein Drogenschnelltest habe bei dem Polo-Fahrer auf THC, dem Wirkstoff von Cannabisprodukten, auf Amphetamin und zusätzlich auf Kokain angeschlagen. Zum Glück haben die Beamten die Fahrer rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen, wies Steinke hin, bevor es zu einem folgenschweren Unfall gekommen sei. Das Quartett müsse sich neben den polizeilichen Folgen auf eine Prüfung der Geeignetheit zum Führen von Kraftfahrzeugen durch die Führerscheinstelle einstellen. Eventuell sei mit einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) zu rechnen.

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