Polizei Salzgitter: POL-SZ: Durchsuchung führte zu einer größeren Menge Waffen und Munition
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POL-SZ: Durchsuchung führte zu einer größeren Menge Waffen und Munition

Peine (ots) - Peine, 12.01.2012, 7:00 - 15:30 Uhr

Am heutigen Tag wurden mit Unterstützung der Braunschweiger Bereitschaftspolizei und Hundeführern der Polizei zwei Objekte in einem Peiner Ortsteil durchsucht. Hierbei wurde eine größere Menge Waffen und Munition gefunden und sichergestellt. Darunter mindestens fünf "scharfe" Waffen und ca. 2.000 Schuß Munition.

Ein 51-jähriger soll vor einiger Zeit bei einem österreichischen Händler 40 sogenannte Dekowaffen gekauft und nach Deutschland eingeführt haben. Diese Dekowaffen sollten angeblich mit geringem Aufwand wieder "scharf" gemacht werden können. Aufgrund dieses Sachverhaltes regten Peiner Ermittler einen richterlichen Durchsuchungsbeschluß an, der auch erlassen wurde.

Der Beschluß galt u.a. für das Wohnhaus und den Resthof eines 52-jährigen, bei dem wiederum der 51-jährige wohnt.

Wegen der Größe der Objekte wurde die Bereitschaftspolizei Braunschweig und Hundeführer der Polizei mit Sprengstoffspürhunden hinzugezogen.

Im Laufe der Durchsuchung wurden insgesamt folgende, zum Teil verbotene, Waffen in beiden Objekten gefunden:

   - fünf "scharfe" Pistolen
   - 15 Gewehre
   - ca. 2.000 Schuß Munition
   - zwei Maschinenpistolen (wahrscheinlich unbrauchbar gemacht!)
   - 15 Gas-/Schreckschußwaffen 

Glück und Ünglück lagen dicht beieinander: Der 51-jährige, der die Dekowaffen besitzen sollte und gegen den sich der Durchsuchungsbeschluß richtete, hatte keine verbotenen Waffen! Allerdings wurden die o.g. Waffen und Munition im Rahmen der Durchsuchung bei dem 52-jährigen "Vermieter" gefunden, der sich nun im Beschuldigtenstatus befindet.

Die sichergestellten Waffen und Munition werden nun dem Landeskriminalamt Nidersachsen zugesandt. Von dort erfolgen eine Begutachtung und die Erstellung von entsprechenden Gutachten. Erst dann kann zu jeder gefundenen Waffe eine Aussage getroffen werden. Zunächst muss aber alles noch katalogisiert werden.

Die Ermittlungen zielen dann zunächst auf die Herkunft der Waffen und auf den noch unbekannten Verbleib der 40 Dekowaffen (aus Österreich) ab.

Weiterhin werden über die zuständige Ordnungsbehörde die Prüfung waffenrechtlicher Verbote angeregt.

Insgesamt waren 45 Polizisten, zwei Zeugen der Stadt und acht Diensthunde an dem Einsatz beteiligt.

Rückfragen bitte an:

Polizei Peine
Stefan Rinke
Telefon: 05171/999-222 oder 999-0
E-Mail: stefan.rinke@polizei.niedersachsen.de
http://www.polizei.niedersachsen.de