POL-PB: Kreispolizeibehörde Paderborn nimmt an landesweiten Geschwindigkeitskontrollen teil - Vergleichsweise wenige Verstöße festgestellt

Polizei Paderborn: POL-PB: Kreispolizeibehörde Paderborn nimmt an landesweiten Geschwindigkeitskontrollen teil - Vergleichsweise wenige Verstöße festgestellt
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Das Logo "Brems dich - Rette Leben!" begleitet die gesamte Kampagne

Kreis Paderborn (ots) - "Brems Dich - rette Leben!"

Am Freitag hat auch die Polizei im Kreis Paderborn, wie zum Wochenbeginn angekündigt (siehe Pressebericht vom 06.02.12), an den landesweiten Geschwindigkeitskontrollen der Kampagne "Brems dich -Rette Leben!" teilgenommen. Obwohl die Beamten die Geschwindigkeit von zahlreichen Autos gemessen hatten, wurde nur eine geringe Zahl an Verstößen festgestellt.

"Wir wollen mit dieser Aktion ein Signal setzen"! so der Leitende Polizeidirektor Andreas Krummrey, der selber an einer Messstelle auf der Bundesstraße 64 mit vor Ort war. Krummrey: "Wir haben im Vorfeld absichtlich auf die heutigen Kontrollen hingewiesen, um deutlich zu machen, dass es der Polizei nicht um Knöllchen geht. Für uns steht die Verkehrssicherheit im Vordergrund. Wir wollen jedem Autofahrer klar machen, dass unangepasste Geschwindigkeit ursächlich für viele schwere Verkehrsunfälle und verantwortlich für den Tod vieler Verkehrsteilnehmer ist!"

Dabei sieht die Unfallentwicklung des letzten Jahres im Kreis Paderborn insgesamt besser aus, als der Landestrend, wo es einen deutlichen Anstieg der getöteten Verkehrsteilnehmer gab. Dennoch war in 2011 auch im Kreisgebiet ein Verkehrstoter mehr zu beklagen, als im Jahr zuvor (2010: 14 Verkehrstote). Die Zahl der Schwerverletzten ist weiter rückläufig und war im vergangenen Jahr auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Unfallstatistik. Die Zahl der Verkehrsteilnehmer, die leichte Verletzungen davon getragen haben, ist im letzten Jahr leicht angestiegen.

Die Kreispolizeibehörde Paderborn hatte, unterstützt von Beamten der Bielefelder Einsatzhundertschaft und von Messfahrzeugen der Stadt Paderborn und der Kreisverwaltung Paderborn, am Freitagvormittag gegen 09.30 Uhr auf zahlreichen Streckenabschnitten mit ihren Tempokontrollen begonnen. Bis 19.15 Uhr wurde die Geschwindigkeit von 23977 Autos gemessen. 183 Autofahrerinnen und Autofahrer waren dabei zu schnell. In den meisten Fällen mussten die Temposünder ein Verwarnungsgeld bezahlen. Die vergleichsweise geringe Zahl an Geschwindigkeitsüberschreitung wurde von der Polizei sehr positiv aufgenommen. Krummrey: "Heute war ein guter Tag für die Verkehrssicherheit. Mit der Aktion haben wir unser Ziel erreicht. Bedingt durch die zahlreichen Kontrollaktivitäten sind die allermeisten Autofahrer diszipliniert und mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs gewesen. Das Risiko in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt zu werden, konnte erheblich gesenkt werden."

Einen Überwachungsschwerpunkt bildete die Bundesstraße 64, die im westlichen Kreisgebiet von Schloß Neuhaus aus in das Kreisgebiet nach Gütersloh führt und auf der östlichen Seite Paderborn mit dem Kreis Höxter verbindet. Dabei hatte die Polizei in Paderborn ihre Kontrollen auf der B 64 mit den Kollegen in Höxter abgestimmt, die ebenfalls einen Kontrollschwerpunkt auf diese Strecke gelegt hatten.

Auf der gesamten Bundesstraße hatte es im letzten Jahr im Kreis Paderborn einen starken Anstieg der schweren Verkehrsunfälle gegeben, die durch zu hohe Geschwindigkeit verursacht worden waren. Während die Polizei im Jahr 2010 (2009: 9, 2008: 9) zehn Geschwindigkeitsunfälle mit Verunglückten registriert hatte, mussten dort im vergangenen Jahr 20 schwere Unfälle nach Tempoverstößen verzeichnet werden.

Als ausgesprochen positiv bewertet die Polizei in diesem Zusammenhang aber die so genannte "2+1-Streckenführung". Nachdem die Bundesstraße zwischen Paderborn und Altenbeken vor vier Jahren auf drei Fahrstreifen ausgebaut worden war, ist die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle auf diesem Abschnitt um über zwanzig Prozent zurückgegangen. In den Jahren 2005 bis 2007 wurden noch 262 Verkehrsunfälle registriert. Nach dem Umbau ist die Zahl der Unfälle in den Jahren 2008 bis 2010 auf 208 Unfälle gesunken. Im letzten Jahr konnte ein weiterer Rückgang verzeichnet werden. 2011 musste die Polizei 45-mal zu einer Unfallstelle auf der Bundesstraße zwischen der Warburger Straße und Buke fahren.

In ganz Nordrhein-Westfalen war am Freitagmorgen um 06.00 Uhr der "24-Stunden-Blitz-Marathon" gestartet worden. Alle Polizeibehörden und viele Kommunen waren landesweit an 1400 Kontrollstellen gegen Raser vorgegangen.

Grund für die Schwerpunktaktion war die landesweit deutlich gestiegene Zahl an Verkehrstoten im vergangenen Jahr. Nach der Auswertung der Unfälle war festgestellt worden, dass die meisten schweren Verkehrsunfälle durch zu hohe Geschwindigkeit verursacht worden waren. Ralf Jäger, Minister für Inneres und Kommunales, hatte schon im letzten Jahr deutlich gemacht, dass zu schnelles Fahren nach wie vor der Killer Nr. 1 auf den Straßen ist.

Die Polizei hat bereits weitere intensive Kontrollen für die nächsten Wochen angekündigt. Die Autofahrer sollen damit nachhaltig zu einer Verhaltensänderung bewegt werden, um das Geschwindigkeitsniveau auf unseren Straßen dauerhaft zu verringern. Die Fahrzeugführer sollen durch die Kampagne der NRW-Polizei zum Nachdenken gebracht werden. Sie sollen erkennen wie häufig sie tödliche Risiken im Straßenverkehr eingehen.

Kampagnenlogo zum Download beigefügt.

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