POL-PB: Medien-Tipp zum Safer-Internet-Day: Ohne Kabel ins Netz - WLan und Hotspots bieten ungebundenen Internetzugang
Paderborn (ots) - Egal, ob zu Hause oder unterwegs. Über eine kabellose Verbindung in den eigenen vier Wänden oder im Straßencafe ist das surfen im Internet bequem und ohne Strippenwirrwarr möglich. Die ungesicherte Datenübermittlung über Wireless Local Area Network (WLan), also per Funkübertragung, birgt aber auch ein immenses Risiko, Opfer von Cyber-Kriminellen zu werden, wenn bestimmte Sicherheitsregeln außer Acht gelassen werden. Im Hinblick auf den am 09. Februar international stattfindenden "Safer-Internet-Day" gibt die Kreispolizeibehörde Paderborn wichtige Tipps zur sicheren Einrichtung eines privaten WLan-Netzes.
"Auf ein ungesichertes W-Lan-Netz können Datendiebe problemlos zugreifen und so möglicherweise über den fremden Internetanschluss unbemerkt Straftaten begehen", weiß Kriminaloberkommissar Jürgen Neuhoff vom Paderborner Kommissariart Kriminalitätsvorbeugung/ Opferschutz. Neuhoff warnt: "Wer durch die Bereitstellung eines unverschlüsselten Funknetzes Dritten ermöglicht, diesen Internet-Zugang gesetzwidrig zu nutzen, kann für entstandene Schäden mithaftbar gemacht werden."
WLan-fähige Geräte verlassen das Werk immer im ungesicherten Zustand. Es obliegt dem Benutzer, den Auslieferungszustand entsprechend zu ändern. Die Konfiguration des WLan-Zugangs eines Notebooks oder eines der mittlerweile weit verbreiteten "Netbooks" sollte am besten kabelgebunden erfolgen. In der Regel ist ein Netzwerkname (SSID) voreingestellt. Der Standard-SSID sollte so abgeändert werden, das er keine Rückschlüsse auf den Nutzer zulässt. Das Aussenden des SSID (SSID Broadcast) sollte unterbunden werden.
Die wichtigste Absicherung ist die Verschlüsselung. "Hier sollten keine veralteten Verschlüsselungsmöglichkeiten wie WEP oder WPA gewählt werden. Für den privaten Bereich ist eine Verschlüsselung mit WPA2-PSK empfehlenswert, wenn Sie komplexe Passwörter wählen", erklärt Jürgen Neuhoff. Fremde Zugriffe können durch die Aktivierung des Mac-Adress-Filters, durch den nur die im jeweiligen System registrierten Computer Zugriff auf das Funknetzwerk erhalten, unterbunden werden. Wie die Konfiguration bei den verschiedenen Geräten durchgeführt wird, ist der mitgelieferten Anleitung des Herstellers zu entnehmen.
Oberkommissar Jürgen Neuhoff rät: "Ein abgeschaltetes WLan bietet keine Angriffsfläche, also schalten Sie Ihr WLan doch nur dann ein, wenn Sie es wirklich brauchen."
Öffentliche Funk-Netzwerk-Zugänge, so genannte "Hotspots", sind in der Regel nicht verschlüsselt, um dem Nutzer einen möglichst unproblematischen Netzzugang zu ermöglichen. Für die Vertraulichkeit der Datenübertragung ist der Nutzer selbst verantwortlich. Rufen Sie vertrauliche Daten nur über eine SSL verschlüsselte Verbindung auf. Normalerweise erkennen Sie eine SSL-Verbindung an einem Schlüssel- oder am Symbol eines geschlossenen Vorhänge-Schlosses in der unteren Statuszeile Ihres Browser-Fensters.
Generell gilt: Verwenden Sie ein aktuelles Virenschutzprogramm und eine Firewall. Die vom Hersteller Ihres Betriebssystems angebotenen Software-Aktualisierungen sollten Sie regelmäßig installieren. Nutzen Sie ein Betriebssystems-Benutzerkonto mit eingeschränkten Zugriffsrechten! Keinesfalls sollten Sie bei der Nutzung von Hotspots Konten mit Administrationsrechten verwenden. Deaktivieren Sie die Datei- und Verzeichnisfreigaben für Netzwerke!
Für weitere Informationen zum Thema "Internetsicherheit und neue Medien" stehen Ihnen am kommenden Dienstag, 09. Februar, zwischen 14.00 und 17.00 Uhr, Mitarbeiter der Computerbibliothek, der Volksbank Paderborn und des Kommissariats Kriminalitätsvorbeugung/Opferschutz der Kreispolizeibehörde Paderborn in den Räumen der Computerbibliothek zur Verfügung . Bereits am kommenden Montag bietet die Polizei ab 19:30 Uhr einen Infoabend in der Hövelhofer Bücherei an.
Foto: Kriminaloberkommissar Jürgen Neuhoff vom Paderborner Kommissariat Kriminalitätsvorbeugung/ Opferschutz wirbt für den SaferInternetDay
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