POL-PB: Medien-Tipp zum Safer-Internet-Day: Per Klick sicher zu Ihrer Bank - Kein "Bankraub" beim Online-Banking
Paderborn (ots) - (mb) Mittlerweile bieten Sparkassen und Banken flächendeckend das bequeme Online-Banking an. Die Verfahren in punkto Sicherheit sind von Geldinstitut zu Geldinstitut unterschiedlich. Sämtliche Verschlüsselungen sind jedoch nur wirksam, wenn die Bankkunden im eigenen Interesse sensibel mit den Sicherheitsvorkehrungen und ihren eigenen Daten umgehen. Denn für einen Angriff auf Online-Konten sind auch Kriminelle auf eben diese Daten angewiesen. Um das Risiko des virtuellen Gangs zum Kreditinstitut zu minimieren, gibt es eine Reihe von Schutzmaßnahmen. Darauf weist aus Anlass des am 09. Februar international stattfindenden "Safer-Internet-Day" die Kreispolizeibehörde Paderborn in Kooperation mit der Paderborner Computerbibliothek und der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold hin.
Wegen der unterschiedlichen Sicherheitsstandards sollte sich der Kunde vor der Eröffnung eines Online-Kontos, intensiv über das eingesetzte Verfahren und seine eigenen Sicherheitsvorkehrungen informieren. "Sämtliche Abweichungen von den seitens des Instituts beschriebenen Verfahrensweisen, plötzlich auftretende Popup-Fenster oder ein veränderter Seitenaufbau können auf einen illegalen Zugriff hindeuten", erklärt Martin Derenthal von der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold. Der Experte rät in einem solchen Fall, sofort Kontakt zur Bank aufzunehmen. Derenthal: "Achten Sie darauf, dass Sie auch tatsächlich auf der Internet-Seite Ihrer Bank sind. Geben Sie die Internetadresse Ihrer Bank bei jedem Aufrufen erneut über die Tastatur ein. Folgen Sie keinem Link, um Ihr Online-Banking aufzurufen. Wenn Sie beim Login nach einer Transaktionsnummer (TAN) gefragt werden, befinden Sie sich mit Sicherheit auf einer gefälschten Seite! Ihre Bank wird Ihnen auch niemals E-Mails schicken, mit der Aufforderung, Ihre Bankdaten anzugeben."
Ähnlich wie beim Einsatz von Geld-, EC- oder Kreditkarten an Bankautomaten, bei dem eine geheime PIN-Nummer erforderlich ist, die niemand anderes kennen sollte als der Kontoinhaber selbst, hat der Datenschutz beim Online-Banking oberste Priorität. Derenthal: "Bewahren Sie die Zugangsdaten so auf, dass niemand darauf zugreifen kann. Speichern Sie sie nicht auf dem PC."
Insbesondere beim Online-Banking ist auf eine verschlüsselte Datenübertragung zu achten. Das ist in der Regel an einem Schlüssel- oder Schloss-Symbol in der Statusleiste des Browsers zu erkennen. Wer sich per WLan, also kabellos, im Internet bewegt, sollte darauf achten, dass auch das Funknetzwerk verschlüsselt ist. Als Verschlüsselungsstandard ist hier WPA2-PSK empfehlenswert.
Wenn möglich, so Martin Derenthal, sollte Online-Banking nur vom eigenen Computer betrieben werden. Besondere Vorsicht ist bei öffentlich zugänglichen Computern wie etwa in Internetcafés geboten. Ganz wichtig: "Melden Sie sich nach jeder Online-Banking-Sitzung ab ("Logout") und löschen Sie nach der Beendigung von Banktransaktionen den Zwischenspeicher (Cache) des genutzten Computers. Die Löschoptionen finden Sie in den Internetoptionen des Browsers."
Generell sollte auf einem Computer, von dem Bankgeschäfte abgewickelt werden, keine Software aus unseriösen oder unsicheren Quellen gespeichert sein. Diese kann beispielsweise Spionage-Programme, im Fachjargon: Spyware, enthalten. Zu den gefährlichen Programmen zählen auch einige so genannte Surf-Turbos, die das Mitlesen durch Fremde ermöglichen.
Der Einsatz aktueller Virenschutzsoftware, einer Firewall und die Funktion des automatischen Updates des genutzten Betriebssystems sollte obligatorisch sein.
Ein letzter Tipp vom Fachmann: "Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kontenbewegungen! Wenn Sie etwas Verdächtiges feststellen, setzen Sie sich sofort mit Ihrer Bank in Verbindung. Sperren Sie notfalls Ihren Online-Zugang. Vereinbaren Sie mit Ihrer Bank ein Limit für tägliche Geldbewegungen beim Online-Banking. So halten Sie einen möglichen Schaden gering."
Derenthal macht deutlich, dass das "Internetbanking" grundsätzlich eine sichere Methode ist, um private oder geschäftliche Geldangelegenheiten zu regeln, wenn man einige einfache Regeln beachtet. Die Banken selbst setzen alles daran, ihre Online-Zugänge ständig an die aktuellsten Sicherheitsstandards anzupassen. "Über die neuesten TAN-Verfahren und Zugriffsmöglichkeiten im Onlinebanking und wie diese die Nutzung sicherer machen, informieren wir Sie gern vor Ort."
Für weitere Informationen zum Thema "Online-Banking" stehen Martin Derenthal und Beamte des Kommissariats Kriminalitätsvorbeugung/Opferschutz der Kreispolizeibehörde Paderborn am 09. Februar 2010, zwischen 14.00 und 17.00 Uhr, in den Räumen der Computerbibliothek Paderborn als Ansprechpartner zur Verfügung .
Morgen im letzten Medientipp dieser Serie: Ohne Kabel ins Netz: WLan und Hotspots bieten ungebundenen Internetzugang Kriminaloberkommissar Jürgen Neuhoff informiert über sicheres "kabelloses" surfen
Foto: Martin Derenthal ist Berater für "Electronic-Banking" bei der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold
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