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Michael Krämer leitet die ComBi in Paderborn und kennt viele Sorgen und Nöte von privaten Computernutzern.
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POL-PB: Medien-Tipp zum Safer-Internet-Day - Einkaufsbummel ohne Drängelei mit Online-Shopping

Paderborn (ots) - Die "Shoppingtour” im Internet ist für viele von uns schon selbstverständlich. Die neuen Möglichkeiten sind zwar komfortabel und vielfältig, bergen aber eine ganze Reihe von Sicherheitsrisiken in sich. Im Vorfeld des international stattfindenden "Safer-Internet-Day" am 09. Februar 2010 greift die Kreispolizeibehörde Paderborn in Kooperation mit der Computerbibliothek das Thema auf, um das Einkaufen im Netz mit einigen Tipps nicht zum "Fehlkauf" werden zu lassen. Gerade bei Portalen, in denen Privatpersonen Produkte neu oder gebraucht in Auktionen oder Kleinanzeigen anbieten, stellt die Anonymität des Internets eine erste Gefahr dar. Man weiß nicht, wer sich hinter dem Anbieter verbirgt, oder ob die angebotene Ware real existiert. Viele geprellte Kunden erstatten Strafanzeige bei der Polizei, weil die bestellte und bereits bezahlte Ware einfach nicht geliefert wird. Laut Angaben der Polizei gelingt es nicht in allen Fällen, den Anbieter zu ermitteln. Insbesondere bei Angeboten aus dem Ausland sind die Erfolgsaussichten den Betrüger dingfest zu machen eher gering. Michael Krämer von der Paderborner ComputerBibliothek weis, dass die meisten Kaufangebote im Internet ehrliche Offerten sind. Aber blindes Vertrauen? Krämer: "Den absolut sicheren Tipp, wie kriminelle Angebote aus Auktionen oder Kleinanzeigen erkannt werden können, gibt es wohl nicht. Ein gesundes Misstrauen ist auf jeden Fall angebracht, wenn Preise deutlich unter denen anderer Angebote liegen. Es wird tatsächlich das eine oder andere Schnäppchen geben, aber eben nicht immer sicher."

Dabei ist den Bezahlungsmöglichkeiten besonderes Augenmerk zu widmen. Herkömmliche Zahlungsmethoden wie Überweisungen, Lastschriftabbuchungen und Zahlungen per Nachnahme sind auch im Internet weit verbreitet. Michael Krämer: "Bei der Datenübermittlung sollten Sie unbedingt darauf achten, dass der Online-Shop mit zeitgemäßen Verschlüsselungstechniken arbeitet. Dies erkennen Sie meist an einem Schlüssel- oder Schloss-Symbol in der Statusleiste Ihres Browsers."

Die boomenden Online-Geschäfte haben selbstverständlich auch Online-Betrüger für ihre üblen Zwecke entdeckt. Besonders unangenehm sind die Praktiken von so genannten Phishern, die mit Hilfe gefälschter E-Mails Internetnutzer dazu bewegen, ihre Kundendaten preiszugeben. "Seien Sie vorsichtig, wenn Sie E-Mails erhalten, in denen Sie zur Aktualisierung Ihrer Kundendaten aufgefordert werden. Mit den ergaunerten Daten legitimieren sich die Kriminellen und bestellen unter falschen Namen. In den Fokus der späteren Ermittlungen gerät natürlich der tatsächliche Kundenkontoinhaber", mahnt der Computerbibliothekar zur Vorsicht.

Die nationalen Grenzen sind beim Online-Shopping ebenfalls von Bedeutung. Einfuhrzölle, der Ausschluss von Umtauschrechten oder besonders hohe Versandkosten können das vermeintlich günstige Angebot extrem verteuern. Krämer: "Informieren Sie sich über Ihren Geschäftspartner, bevor Sie in einem Online-Shop einkaufen. Lesen Sie also immer die auf jeder guten Website enthaltenen Hintergrundinformationen zum betreffenden Unternehmen und die "Allgemeinen Geschäftsbedingungen" (AGB). Prüfen Sie auch, ob neben den elektronischen Kontaktdaten auch Adresse und Telefonnummern angegeben sind."

Ratsam ist es, die Bestell- und Kontaktdaten auf externen Speichermedien zu sichern. Es ist sinnvoll, Bestellungen bzw. Rechnungen auch ausgedruckt aufzubewahren. Zugangsdaten wie Passwörter, PIN und TAN sollten keinesfalls auf Rechnern abgespeichert werden. Sie könnten von Online-Kriminellen aufgespürt und dann missbräuchlich verwendet werden. Auf Papier notierte Zugangsdaten sollten an einem sicheren Ort aufbewahrt werden.

"Stellen Sie die Internetoptionen Ihres Browser generell so ein, dass "aktive Inhalte" wie JavaScript oder ActiveX nicht automatisch ausgeführt werden. Das Ausführen aktiver Inhalte birgt ein hohes Sicherheitsrisiko", weiß Michael Krämer. Generell sollte man beim Surfen im Internet eine Firewall und Virenschutzprogramme zu verwenden.

Noch ein guter Rat: "Wenn Ihnen das Bestellen über das Internet unsicher erscheint, prüfen Sie, ob alternative Bestellmöglichkeiten existieren! Ein guter Online-Shop bietet auch die Möglichkeit, Waren telefonisch oder per Fax zu bestellen."

Für weitere Informationen zum Thema sicherer Einkauf im Internet stehen Ihnen am 09. Februar, zwischen 14.00 und 17.00 Uhr, Mitarbeiter der Computerbibliothek, der Volksbank Paderborn und des Kommissariats Kriminalitätsvorbeugung/Opferschutz der Kreispolizeibehörde Paderborn in den Räumen der Computerbibliothek zur Verfügung .

Morgen im Medientipp: "Alles drin! - Musikbox Internet" Kriminaloberkommissar Randolf Latusek über legales und illegales "downloaden"

Foto: Michael Krämer leitet die ComBi in Paderborn und kennt viele Sorgen und Nöte von privaten Computernutzern.

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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Riemekestraße 60-62
33102 Paderborn

Telefon: 
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Ulrich Krawinkel (uk) 05251/306-1131
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