POL-WAF: Kreis Warendorf. Blitz-Marathon: 156 Geschwindigkeitsverstöße in 24 Stunden

Warendorf (ots) - In den 24 Stunden des Blitzmarathon wurden im Kreis Warendorf 156 Geschwindigkeitsverstöße registriert. Es wurden 3.669 Fahrzeuge kontrolliert. Damit wurden deutlich weniger Raser gemessen, als an anderen Tagen. "Die Aktion hat damit die richtige Wirkung gehabt", unterstrich Landrat Dr. Olaf Gericke den Erfolg des Einsatzes, "es wurde wesentlich langsamer gefahren sls sonst." Für die Polizei war der Einsatz ein Gewinn für die Verkehrssicherheit. Während der Einsatzzeit zwischen Freitag, 06.00 Uhr, und heute, Samstag, 11.02.2012, 06.00 Uhr, gab es im Kreis Warendorf 19 Verkehrsunfälle mit Sachschaden und zwei Unfälle mit leichtem Personenschaden. Das war für einen Freitag vergleichsweise wenig.

Die Kreispolizei war mit rund 45 Beamtinnen und Beamten im Einsatz. In drei Schichten waren 16 Teams mit unterschiedlichen Messgeräten unterwegs, die jeweils an mindestens vier unfallbelasteteten Strecken Kontrollpunkte aufgebaut haben. Wegen der niedrigen Temperaturen streikte ein Gerät zeitweise, ansonsten waren die Beamten auch bei den widrigen Umständen gerüstet.

156 Fahrzeugführer waren trotz der vielen Ankündigungen des Blitz-Marathon in den Medien zu schnell unterwegs. Ein Fahrzeugführer fuhr in einer 30 km/h-Zone, also einem besonders schutzwürdigem Bereich, mit 54 km/h. Ihn erwartet eine Anzeige. Es wurde jedoch nicht nur auf die wichtigste Unfallursache Geschwindigkeit geachtet. In Beckum wurde ein 34-Jähriger aus Oer-Erkenschwick unter Drogeneinfluß angehalten. Nach einer Blutprobe wurde sein Führerschein sichergestellt. Scheinbar war der Mann jedoch unbelehrbar: Etwas später wurde er schon wieder fahrend angetroffen. Das zog eine weitere Anzeige auch wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis nach sich.

Die Polizei kündigte für die Zukunft weitere Kontrollen an. "Durch die vielen Medienberichte war die Aufmerksamkeit jetzt sehr groß", sagte der Direktionsleiter Polizeirat Stefan Mühlbauer, "wir werden jedoch auf hohem Niveau weiter auf die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten achten." Geschwindigkeit ist der Killer Nr. 1, lautet eine Kernaussage des neuen Konzeptes zur Senkung der Verkehrsunfallzahlen. "Wir setzen dabei auf Offenheit und Transparenz auf der einen Seite", spielte Mühlbauer auf Ankündigungen von Kontrollen im Internet und Messungen mit blau-silbernen Streifenwagen an, "es wird daneben aber auch verdeckte Messungen geben." Auf diese Weise sollen das Geschwindigkeitsniveau gesenkt und damit schwere und schwerste Unfallflolgen reduziert werden.

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