POL-KR: Raubmord an 75-jähriger Frau in Krefeld am 16.04.2011
Krefeld (ots) - Auch die Ostertage nutzen die Beamten der Mordkommission, um im Zuge der Reihenuntersuchung junge Männer zu erreichen und um Speichelproben auf freiwilliger Basis zu bitten. "Wie wichtig die Unterstützung der aufgesuchten Männer ist, zeigt wieder mal die Soko Dennis, bei der ein jetzt ermittelter Tatverdächtiger 2007 einen freiwilligen DNA-Test verweigerte. Wenn man auf den Rechtsstaat und unser Wort vertraut, dass diese Untersuchung nur für diesen Einzelfall benutzt wird, hätte nur der Täter einen Grund die Speichelprobe zu verweigern!", meint Gerd Hoppmann, Leiter der Mordkommission. Auch in Krefeld gibt es nach über 600 Proben, inzwischen einzelne Männer, die die Probe verweigerten. Letztlich willigten bisher aber alle ein, nachdem ihnen verdeutlicht wurde, dass nur so Unverdächtige ausgeschieden und die Mörder gefunden werden können. Bei Verweigerern, die in das Raster fallen, bleibt im Einzelfall nur die Möglichkeit Alibi- und andere Überprüfungen vorzunehmen, was deutlich aufwendiger ist als eine Speichelprobe, die anschließend vernichtet wird. Insgesamt sollen in dieser Maßnahme über 1000 Personen überprüft werden. "Auch wenn wir bei allen anderen hier durchgeführten Rasterfahndungen in Mordsachen immer die Täter gefunden haben, hat man nie die Sicherheit die Täter wirklich im Netz der Fahndung zu haben," teilte Gerd Hoppmann mit. In Krefeld sind in der Altersgruppe von 18 bis 31 Jahren 26000 männliche Personen gemeldet. Diese alle zu überprüfen ist unverhältnismäßig und praktisch nicht zu leisten. Daher kann nur ein Teil dieser Personen mit der Unterstützung von Fallanalytikern des Landeskriminalamtes herausgefiltert werden. "Wir wollen die Täter, welche die wehrlose alte Dame beraubten und töteten fassen und werden die Klärung nie aufgeben. Manchmal dauert es eben etwas länger", so der Leiter der Mordkommission. Nach wie vor sind die Ermittler davon überzeugt, dass es Mitbürger gibt, die etwas über die Tat wissen und mit Hinweisen zur Aufklärung beitragen könnten. Es ist davon auszugehen, dass Personen aus dem Umfeld der beiden Täter etwas davon wissen oder ahnen. Vielleicht hat jemand bei einem der Täter den abgerissenen Gürtel bemerkt. Auch das beim Opfer entwendete goldfarbene Motorola Klapphandy ist noch nicht aufgetaucht. "Leider sind hierzu bisher keinerlei Hinweise eingegangen". Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass Hinweise auch vertraulich entgegen genommen werden und eine Belohnung von insgesamt 5000,-Euro ausgesetzt ist.
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