BPOL-HRO: Polizeieinsatz zum Fußballspiel des F.C. Hansa Rostock gegen FC St. Pauli

Rostock (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung:

Mit einem Großaufgebot hat die Polizei am heutigen Tag das emotionsgeladene Nordderby der 2. Bundesliga zwischen dem F.C. Hansa Rostock und dem FC St. Pauli abgesichert. Zu den im Vorfeld befürchteten Ausschreitungen ist es dabei nicht gekommen. Mit insgesamt 2000 Einsatzkräften der Landespolizei MV und der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, unterstützt durch Einsatzkräfte aus Hamburg und Schleswig-Holstein, begann der Polizeieinsatz bereits am frühen Morgen des 19.11.2011 in Hamburg. Die Polizei hatte das Mitführen von Glasflaschen und Pyrotechnik in Regelzügen nach Rostock sowie in den extra eingesetzten Sonder- und Entlastungszügen bei der An- und Abreise untersagt. Zur Durchsetzung dieses Verbotes wurden alle bahnreisenden Fußballfans bereits vor der Abfahrt kontrolliert. Darüber hinaus überwachten Einsatzkräfte die relevanten Bahnstrecken sowie die Durchfahrtsbahnhöfe. Diese strikte Fantrennung wurde auch mit Ankunft in Rostock beim Transport der Gästefans in Bussen der RSAG zur DKB Arena fortgesetzt. Während es vor dem Spiel zu keinen größeren polizeilich relevanten Vorfällen kam, gab es nach Spielende im Rostocker Stadtgebiet mehrere Störaktionen, die die Polizei in Atem hielten. So wurden u.a. drei Shuttlebusse der Gästefans mit Steinen beworfen. Ein Fan des FC St. Pauli wurde dabei leicht verletzt, bei zwei Bussen gingen Scheiben zu Bruch. An mehreren Stellen in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt und im Hansaviertel versuchten Personen, die der Fanszene des F.C. Hansa Rostock zugeordnet werden, Barrikaden zu errichten. In der Doberaner Straße wurde zudem ein Streifenwagen der Polizei mit Steinen beworfen. Im Ergebnis des Einsatzes sind 10 Verletzte (davon 8 Polizeibeamte) zu bilanzieren. Es wurden zudem 33 Ermittlungsverfahren eingeleitet, u.a. wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs (1), Körperverletzung (9), Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte (2), Diebstahl (3), Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz (8) und Sachbeschädigung (7). Dass es im gesamten Einsatzverlauf zu keinem direkten Aufeinandertreffen der rivalisierenden Fangruppierungen kam, ist Ergebnis des massiven und konsequenten Polizeieinsatzes. So zeigten sich die beiden Polizeiführer Polizeioberrat Michael Ebert (Polizeiinspektion Rostock) und Polizeidirektor Heinrich Henrichs (Bundespolizeiinspektion Rostock) nach dem gemeinsamen Einsatz dann auch erleichtert.

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