POL-DA: Trickbetrüger scheitern zweimal mit Enkeltrick/ "Klaus" fordert 55.000 Euro/ Polizei warnt vor Betrugsmasche
Michelstadt-Vielbrunn: (ots) - Immer wieder suchen sich dreiste Trickbetrüger gerade ältere Menschen als Opfer aus, um sie mit dem sogenannten Enkeltrick um ihre Barschaft zu bringen. Die Ganoven geben sich dabei als Verwandte - meist Enkel oder Neffen aus, verlangen unter einem Vorwand Geld und lassen es dann von einem Komplizen abholen. Am Montagvormittag (8.2.) scheiterten die Betrüger jedoch bei einem 87-jährigen Rentner aus Michelstadt und einer 74-jährigen Frau aus Vielbrunn mit ihrer unverschämten Masche.
Gegen 10.45 Uhr gab sich ein Unbekannter bei der Seniorin am Telefon als ihr Neffe aus, um sich so ihr Vertrauen zu erschleichen. Angeblich heiße er "Klaus" und sei in finanzieller Not, log er der Frau vor. Er brauche dringend 55.000 Euro für den Kauf von Wertpapieren, schwindelte er weiter. Die aufmerksame Dame ließ sich jedoch nicht hinters Licht führen und verlangte für einen Rückruf die Telefonnummer von ihrem angeblichen Neffen. Der Gauner legte daraufhin auf.
Auch der betagte Mann aus Michelstadt zeigte sich wachsam. Bei ihm klingelte das Telefon gegen 11.30 Uhr und es meldete sich ein angeblicher Neffe aus Frankfurt. Der unbekannte Anrufer brauchte ebenso dringend Geld und fragte den 87-Jährigen, ob er ihm finanziell "unter die Arme greifen kann". Der Rentner merkte sofort, dass er es am Apparat nicht mit seinem Neffen zu tun hatte und legte auf.
Ob es sich bei den Anrufern um denselben Unbekannten handelt, ermittelt derzeit die Polizei in Erbach und bittet um Hinweise unter 06062/ 953-0. Die Kriminalbeamten warnen vor dieser Betrugsmasche und geben folgende Tipps: Bei Anrufen angeblicher Verwandter in finanzieller Notlage rufen Sie unter der Ihnen bekannten Telefonnummer zurück. Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung. Sollte Ihnen etwas verdächtig vorkommen, rufen Sie sofort den Notruf der Polizei 110 an. Weitere Informationen erhalten Sie auch im Internet unter www.polizei-beratung.de und bei Ihrer Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle unter der Rufnummer 06151/ 969-4030.
ots Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen
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