POL-KB: Frankenberg(Eder) - Beleidigungen per Notruf enden mit Polizeieinsatz
Korbach (ots) - Ein 25-jähriger, polizeibekannter Mann aus Frankenberg hielt gestern Abend die Beamten der Polizeistation in Atem. Kurz vor Mitternacht klingelte auf der Wache in der Breslauer Straße mehrmals hintereinander der Notruf. Anstatt jedoch einen Notfall zu melden oder um Hilfe zu bitten, mussten sich die Beamten übelste Beleidigungen und Beschimpfungen anhören. Da durch diese Anrufe, die sich über mehr als eine halbe Stunde hinzogen, der Notruf immer wieder für längere Zeit blockiert wurde, musste dem rücksichtslosen Treiben Einhalt geboten werden. Schnell war ermittelt, um wen es sich bei dem Mann handelt und unter welcher Anschrift er anzutreffen ist.
Bei Notrufanschlüssen wird die Telefonnummer in jedem Fall übermittelt, auch wenn diese im Telefon als unsichtbar eingestellt ist.
Als die Polizeibeamten zuhause bei dem jungen Mann eintrafen und ihn zur Rede zu stellten, hatte er noch weitere Beleidigungen für die Beamten parat. Erst nachdem er überwältigt war, beruhigte sich sein Gemüt. Nicht ungefährlich war für den Mann, dass er in seinem Zugriffsbereich eine täuschend echt aussehende Plastikpistole liegen hatte. Nach einer deutlichen Ansprache wurde der Mann in die Obhut seiner 19-jährigen Begleiterin übergeben.
Der Störenfried wird sich nun in einem Strafverfahren wegen Missbrauchs von Notrufen und Beleidigung zu verantworten haben.
Dirk Virnich
Polizeioberkommissar
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