POL-HR: Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Kassel und der Polizeidirektion Schwalm-Eder vom 13.01.2012 Homberg: Täterfestnahme bei versuchtem Schweren Raub - vier Haftbefehle erlassen

Homberg (ots) - Homberg/Efze/ Felsberg-Niedervorschütz

Polizei nimmt Täter während eines versuchten Schweren Raubes in Homberg fest - Festgenommene auch für Schwere räuberische Erpressung von Felsberg-Niedervorschütz tatverdächtig Untersuchungshaftbefehle für alle vier Tatverdächtigen Am frühen Mittwochabend konnten drei maskierte und bewaffnete Täter bei einem versuchten Schweren Raub in Homberg von Spezialkräften des Polizeipräsidiums Nordhessen festgenommen werden. Es handelt sich um drei 22- 27 Jahre alte Männer aus dem Raum Kassel. Zwei der Festgenommenen waren, nach dem bisherigen Ermittlungsstand, auch an der Schweren räuberischen Erpressung am 22.11.2011 in Felsberg-Niedervorschütz beteiligt (wir berichteten - siehe anhängende Pressemeldung vom 23.11.2011). Nach der Tat vom 22.11.2011 in Felsberg-Niedervorschütz, bei der ein 51-Jähriger durch einen Messerstich schwer verletzt wurde, hatte die Kriminalpolizei in Homberg die Arbeitsgruppe "Estrich" eingerichtet. Die AG Estrich hat seither unter starkem Personalaufwand umfangreiche Ermittlungen durchgeführt sowie eine intensive Öffentlichkeitsarbeit durch Veröffentlichung von Phantombildern und Bildern des geraubten Schmucks betrieben. Im Zuge der durchgeführten Ermittlungen ergab sich ein Tatverdacht gegen einen 25-Jährigen aus Kassel. Weiterhin konnten konkrete Hinweise erlangt werden, dass der 25-Jährige zusammen mit weiteren Mittätern einen erneuten Raubüberfall in Homberg/ Efze vorbereitete. Am 11.01.2012 fand diese Tat dann tatsächlich statt. Am Abend, gegen 17:00 Uhr, begaben sich die drei Täter zu einem offensichtlich zuvor ausgekundschafteten Haus am Ortsrand von Homberg. Sie waren zu diesem Zeitpunkt schon maskiert und trugen Handschuhe. Nachdem sie an der Haustür geklingelt hatten, wurden all drei Täter von Beamten des Mobilen Einsatzkommandos des Polizeipräsidiums Nordhessen überwältig und festgenommen. Zwei Täter führten Messer mit sich, der Dritte hatte eine schussbereite Schreckschusspistole dabei. Bei der Festnahme wurden keine Personen verletzt. Im Rahmen der nachfolgenden Vernehmungen konnten Hinweise auf eine weitere Person erlangt werden, welche zusammen mit dem 22-Jährigen und dem 25-Jährien am 22.11.2011, an der Tat in Felsberg-Niedervorschütz, beteiligt gewesen sein soll Diese Person, es handelt sich um einen 21-Jährigen aus Kassel, konnte noch in der Nacht in der Nähe seiner Wohnung festgenommen werden. Alle vier Tatverdächtigen wurden am 12.01.2012, auf Antrag der zuständigen Staatsanwaltschaft Kassel, der Haftrichterin beim Amtsgericht Fritzlar vorgeführt. Die Haftrichterin erließ gegen alle vier Untersuchungshaftbefehle. Sie wurden in unterschiedliche Haftanstalten eingeliefert. Die Ermittlungen dauern an. Weitere Auskünfte können derzeit wegen der laufenden Ermittlungen nicht erteilt werden.

Markus Brettschneider

Pressesprecher Polizeidirektion Schwalm-Eder Götz Wied Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel

Pressemitteilung der Polizeidirektion Schwalm-Eder vom 23.11.2011

Felsberg-Niedervorschütz

Raubüberfall in Wohnung - 50-jähriger durch Messerstich schwer verletzt - keine Lebensgefahr Tatzeit: Dienstag, den 22.11.2011, zw. ca. 17:30 und ca. 18.15 Uhr

Am frühen Dienstagabend wurde in der Obervorschützer Straße in Felsberg-Niedervorschütz ein 50-jähriger Mann von drei Tätern in seinem Haus überfallen und schwer verletzt. Er erlitt einen Messerstich in den Torso und eine Kopfverletzung. Nach Erstversorgung durch einen Notarzt wurde der 50-jährige in ein Krankenhaus eingeliefert. Er war ansprechbar. Nach Angaben des Arztes besteht keine Lebensgefahr. Die Tat ereignete sich ab ca. 17.30 Uhr. Der Geschädigte befand sich zu diesem Zeitpunkt allein im Haus. Nachdem er, als die Türklingel betätigt worden war, die Haustür geöffnet hatte, wurde der Mann von den drei Tätern bedrängt und unter Bedrohung mit zwei silberfarbenen Pistolen und einem Messer zur Herausgabe von Geld aufgefordert. Im Verlauf der Tat wurde der 50-jährige durch einen Stich mit dem Messer in den Torso und durch einen Schlag gegen den Kopf verletzt. Da die vorhandene Bargeldsumme nur gering war, warteten die Täter noch das Eintreffen der Lebensgefährtin (48 Jahre alt) des 50-jährigen ab. Als die Frau zuhause eintraf wurde auch sie unter Bedrohung mit den Schusswaffen zur Herausgabe ihres Geldes aufgefordert. Neben dem geraubten Bargeld nahmen die Täter noch diversen Schmuck an sich. Sie erbeuteten letztlich eine dreistellige Summe Bargeld und Schmuck, vorwiegend Damen-Goldschmuck - Ketten, Ringe, Ohrringe. Gegen 18.15 Uhr verließen die Täter die Wohnung in unbekannte Richtung. Die Opfer hatten sie in einem Raum der Wohnung eingeschlossen. Es gelang dem Paar wenig später einen Notruf abzusetzen. Nach derzeitigen Erkenntnissen könnte ein weißer PKW Audi (Limousine) mit der Tat in Verbindung stehen. Ein solches Fahrzeug wurde gegen 17.50 Uhr von Passanten vor dem Haus des überfallenen Ehepaares wahrgenommen. Eine intensive Fahndung der Polizei führte nicht zum Antreffen tatverdächtiger Personen. Die Täter konnten von den Geschädigten wie folgt beschrieben werden: Alle drei Täter waren ca. 20 - 25 Jahre alt, 170 bis 175 cm groß, hatten eine schlanke Figur und sprachen deutsch mit Akzent. Untereinander sprachen sie nicht deutsch, sondern, nach Einschätzung der Opfer, türkisch. Alle trugen blaue Jeans, helle Turnschuhe und graue, an den Handinnenflächen geriffelte, Stoffhandschuhe. Zwei Täter trugen als Oberbekleidung ein schwarzes Sweatshirt mit hochgezogener Kapuze. Ein Täter trug eine farblich nicht näher beschriebene Jacke und eine graue Wollmütze mit blauen Streifen, die er weit ins Gesicht hinuntergezogen hatte und einen grauen, zerzausten Wollschal. Zwei Täter führten je eine silberfarbene Pistole, einer ein ca. 30 cm langes Küchenmesser mit schwarzem Griff mit sich. Hinweise bitte an die Polizei in Homberg, Tel.: 05681/7740.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Giesa, KHK

ots Originaltext: Polizeipräsidium Nordhessen

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