POL-MR: Polizeitaucher trotzten der Witterung - die Technik gab auf!
Marburg-Biedenkopf (ots) -
Polizeitaucher trotzten der Witterung - die Technik gab auf! Marburg Auf der Suche nach wichtigen Beweismitteln in der Lahn ließen sich die Polizeitaucher der Bereitschaftspolizei Hessen auch von den zweistelligen Minustemperaturen weder auf- noch abhalten. Leider hielt die Technik mit dem Durchhaltevermögen der Taucher nicht mit und versagte nach kurzer Zeit. Um die eigene Sicherheit nicht zu gefährden, blieb den Tauchern nur der vorzeitige Abbruch. Die Suche nach dem bei einem Einbruch gestohlenen Tresor ist damit nicht aufgehoben sondern nur aufgeschoben. Am 31. Januar nahm die Polizei Marburg nach einen Einbruch in ein Lebensmittelgeschäft in Lohra Altenvers die beiden mutmaßlichen Täter fest (siehe Presseinfo v. 31.Jan.). Schnell erhärtete sich der Verdacht, dass die polizeibekannten Männer alleine, zusammen oder mit wechselnder Besetzung für weitere Einbrüche verantwortlich sind. Die Ermittlungsgruppe zur Bekämpfung der Mehrfach- und Intensivtäter (EG MIT)ging am heutigen Dienstag, 07. Februar einem konkreten Hinweis auf entsorgtes Diebesgut nach einem Einbruch in ein Wohn- und Geschäftshaus in Gisselberg nach. Danach sollen die Täter den gestohlenen kleineren Wandtresor nahe des Rudervereinshauses in Gisselberg in der Lahn versenkt haben. Dieser Tresor ist für die Beweisführung gegen die Tatverdächtigen sehr wichtig, zumal die Festgenommen bislang lediglich die nachweisbaren Tatvorwürfe einräumen. Trotz der bitterkalten Witterung und der an dieser Stelle zugefrorenen Lahn sagte die Tauchergruppe der Bereitschaftspolizei Hessen sofort ihre Unterstützung zu und rückte heute mit insgesamt 11 Beamten an. Drei mit Trockentauchanzügen und weiterem Sicherheitsequipment ausgerüstete Taucher wären bereit gewesen zwischen 40 und 60 Minuten unter dem Eis zu suchen. Nach den Vorbereitungen, die unter anderem die Herstellung eines Einstiegslochs mit der Kettensäge umfassten, ging der erste Taucher angeleint und geführt von einem Sicherheitsmann an Land ins Wasser. Sein erster Tauchgang bei für hiesige Verhältnisse sehr guter Sicht von gut zwei Metern dauerte knapp 17 Minuten, dann versagte die Technik und der Lungenautomat vereiste. (Anm.: Ein vereister Lungenautomat lässt die Luft aus der Flasche widerstandslos entweichen. Der Zustand lässt sich unter Wasser nicht beheben. Die Flasche leert sich schnell und dem Taucher bleibt die Luft weg.) Mit neuem Gerät ging es noch mal runter. Diesmal hielt der Automat knapp 10 Minuten. Leider konnte der Taucher in der knappen Zeit den gesuchten Tresor nicht finden. Aus Sicherheitsgründen brachen die Experten aufgrund des wiederholten Ausfalls der Technik vorzeitig ab. Die beiden anderen bereits umgezogenen Taucher kamen daher nach eigenen Angaben "leider nicht mehr zum Einsatz". Die Tauchergruppe sagte ihre Unterstützung und nochmalige Bereitschaft zur Suche nach dem Tresor bei besseren Witterungsbedingungen zu. Martin Ahlich
ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelhessen Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=43648
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