POL-MR: Sammelbetrüger unterwegs - Opfer meldeten sich Polizei Marburg sucht weitere Getäuschte (siehe Presseinfo v. 31. Januar)

Marburg-Biedenkopf (ots) -

Sammelbetrüger unterwegs - Opfer meldeten sich
Polizei Marburg sucht weitere Getäuschte
(siehe Presseinfo v. 31. Januar)


Landkreis Marburg-Biedenkopf
Am Dienstag, 31. Januar berichtete die Polizei über "falsche" 
Spendensammler, die unter Täuschung über den wahren Zweck den Leuten 
Spenden aus der Tasche zogen.
Die Sammlung der jungen Damen erweckte den Eindruck, das Geld für 
behinderte und taubstumme Kinder zu spenden. Die Symbole 
"Rollstuhlfahrer" und "Gehörloser" auf den verwandten Spendenlisten 
unterstrichen diese beabsichtigte Wirkung noch.
Die Presseveröffentlichung mit dem Aufruf an die Opfer, sich zu 
melden verlief erfolgreich. Die Polizei sucht allerdings noch weitere
Geschädigte.

Die Polizei nahm in der Marburger Innenstadt zunächst zwei Damen 
osteuropäischer Herkunft und später auch noch ihre Begleiter fest.
Alle vier stammten aus dem Ruhrpott und waren im Auto unterwegs. Die 
Polizei vermutete noch andere Sammlungsorte als Marburg.
Die Vermutung erwies sich nach der Veröffentlichung in den hiesigen 
Zeitungen als richtig.
Mittlerweile meldeten sich diverse Opfer, die sich durch den 
Schwindel über den tatsächlichen Zweck der Spende betrogen fühlten.
Diese Opfer gingen den Damen, die offenbar ausschließlich für die 
eigene Tasche sammelten, am 26. und 27. Januar in der Wettergasse in 
Marburg, in Gladenbach Zum Spritzenplatz und in Niederweimar auf dem 
Parkplatz eines Lebensmitteldiscounters auf den Leim.
Nach den jetzigen Ermittlungen ging hauptsächlich eine junge 
schwarzhaarige Frau, Anfang zwanzig zu Werke. Sie sprach nicht, 
sondern gestikulierte wild und hielt den Geschädigten kurzerhand die 
für sich sprechende Spendenliste mit den Symbolen vor.

Die Polizei nahm seinerzeit nicht nur die Damen vorübergehend fest, 
sondern stellte auch die Spendenlisten und Bargeld sicher.
Da bislang nicht alle diese offensichtlichen Spendengelder an die 
potentiellen Helfer zurückflossen, geht die Polizei von weiteren 
Betrugsopfern aus, die sich bislang nicht meldeten.
Die Polizei bittet diese getäuschten und damit betrogenen Männer und 
Frauen nochmals, sich unter Tel. 06421/406-0 zu melden.

Martin Ahlich 
ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelhessen

Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=43648 

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