LKA-HE: Vorsicht Skimming: Wie Ihr Konto "geplündert" wird ... Neues Faltblatt der Polizei informiert über Gefahren beim Gebrauch von Debit- und Kreditkarten

Wiesbaden (ots) - Die Pressemittelung des Programms polizeiliche Kriminalprävention (ProPK) wird Ihnen zur Kenntnis gegeben. Stuttgart - Debit- und Kreditkarten sind grundsätzlich sichere Zahlungsmittel. Doch sollte man sorgsam damit umgehen, denn Betrüger schaffen es immer wieder, mit kreativen Methoden an das Geld ihrer Opfer zu kommen: Mittels Minikamera, aufgeklebter Tastatur oder manipuliertem Eingabeschacht spähen sie die Daten ihrer Opfer beim Geldabheben am Geldautomaten aus. Dabei kann sich jeder gegen das so genannte Skimming bereits mit einfachsten Maßnahmen schützen. Das neue Faltblatt der Polizeilichen Kriminalprävention gibt hierzu zahlreiche Tipps.

Eine Minikamera und ein täuschend echt aussehender Karteneingabeschacht - mehr brauchen Kriminelle nicht, um einen Geldautomaten zu manipulieren. Auf diese Weise spähen sie die Magnetstreifendaten und die PIN ihrer Opfer aus. Mittlerweile werden nicht nur Geldautomaten dazu genutzt, um an die Daten von Zahlungskarten zu gelangen, sondern auch Kontoauszugsdrucker, Überweisungsterminals oder Fahrkarten- und Zapfsäulenautomaten. Die Betrüger übertragen die so ausgelesenen Daten auf Kartenrohlinge, so genannte White Plastics, und heben zusammen mit der ausgespähten PIN im Ausland Geld vom Konto des Opfers ab.

"Das tückische an Skimming ist, dass der berechtigte Karteninhaber zunächst nichts von diesem Angriff bemerkt. Ob beim Geldabheben am Geldautomaten oder beim Bezahlen an der Zapfsäule, die Geräte funktionieren störungsfrei", sagt Prof. Dr. Wolf Hammann, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes und Landespolizeipräsident von Baden-Württemberg. Hinzu kommt, dass die Täter sehr geschickt vorgehen und daher selbst aufmerksame Kunden nicht misstrauisch werden. "Die von den Tätern benutzten Kartenleser sind optisch dem Modell des Geldautomaten angepasst und auch die Kamera wird hinter einer täuschend echt aussehenden Frontleiste versteckt", erklärt Hammann.

Erst auf dem Kontoauszug oder wenn die Bank nach Überziehung des Dispositionskredits einschreitet, merken die Meisten, dass sie Opfer von Skimming geworden sind. Das neue Faltblatt der Polizei "Vorsicht Skimming! Wie Ihr Konto 'geplündert' wird..." informiert über diese besondere Form des Betrugs und zeigt wie sich jeder schützen kann.

Die Tipps der Polizei:

   - Gehen Sie sorgsam mit Ihren Zahlungskarten um und bewahren Sie 
     die PIN stets getrennt von der Karte auf. 
   - Sofern Sie im Besitz mehrerer Zahlungskarten sind, sollten Sie 
     den Türöffner eines Bankinstituts nicht mit der gleichen Karte 
     betätigen, mit der Sie anschließend Geld abheben möchten. 
   - Geben Sie Ihre PIN niemals am Türöffner eines Bankinstituts ein.
     Kein Geldinstitut verlangt für den Zugang zum Geldautomaten die 
     Eingabe der PIN. Der Kartenleser hat immer nur die Funktion 
     eines Türöffners. 
   - Achten Sie darauf, dass die Eingabe Ihrer PIN nicht von anderen 
     beobachtet werden kann. Sorgen Sie für einen ausreichenden 
     Sicherheitsabstand zum nächsten Kunden und bitten Sie 
     gegebenenfalls den hinter Ihnen stehenden Kunden, Abstand zu 
     halten. 
   - Decken Sie während der PIN-Eingabe das Tastaturfeld mit der 
     anderen Hand oder einem Gegenstand (z.B. Geldbörse, Blatt 
     Papier) als Sichtschutz vollständig ab. Das erschwert das 
     "Ausspähen" per Kamera oder Foto-Handy erheblich. 
   - Benutzen Sie soweit wie möglich immer denselben Geldautomaten 
     für Abhebungen, so dass Ihnen mögliche Veränderungen am Gerät 
     auffallen. 
   - Nutzen Sie keinen Geldautomaten, an dem Ihnen etwas ungewöhnlich
     erscheint, z.B. angebrachte Leisten oder Verblendungen, 
     abstehende und vor allem lockere Teile, Spuren von Kleber rund 
     um den Kartenschlitz. 
   - Bei Verdacht auf Manipulationen verständigen Sie umgehend die 
     Polizei und das Geldinstitut. Lassen Sie umgehend die Karte über
     Ihre Bank oder den bundesweiten Sperr-Notruf unter 116 116 
     sperren und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. 

Das Faltblatt ist in (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen kostenlos erhältlich und als Download verfügbar unter: http://www.polizei-beratung.de/medienangebot/details/form/7/184.html

Diese Pressemitteilung sowie weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.polizei-beratung.de/presse.

Profil Programm Polizeiliche Kriminalprävention Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) verfolgt das Ziel, die Bevölkerung, Multiplikatoren, Medien und andere Präventionsträger über Erscheinungsformen der Krimi-nalität und Möglichkeiten zu deren Verhinderung aufzuklären. Dies geschieht unter anderem durch krimi-nalpräventive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und durch die Entwicklung und Herausgabe von Medien, Maßnahmen und Konzepten, welche die örtlichen Polizeidienststellen und andere Einrichtungen, zum Beispiel Schulen, in ihrer Präventionsarbeit unterstützen.

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