LKA-HE: "Cash-Trapping" - LKA warnt vor Manipulationen an Geldautomaten
Wiesbaden (ots) - Das so genannte "Cash-Trapping", eine bereits seit Oktober 2010 bekannte Vorgehensweise von Straftätern, wird momentan wieder vermehrt in Hessen festgestellt. Zuletzt war das Rhein-Main-Gebiet mit den Städten Darmstadt, Frankfurt, Wiesbaden und Obertshausen betroffen. Die hessische Polizei bearbeitete in diesem Jahr bereits über 100 Fälle von "Cash-Trapping".
Es sieht alles ganz unauffällig aus: Der Geldautomat fordert Sie auf, Ihr Bargeld zu entnehmen. Sie warten und erhalten kurz darauf die Mitteilung, das Geld sei wieder eingezogen worden. Während Sie auf der Suche nach einem Bankmitarbeiter sind, um ihn über den defekten Automaten zu informieren, entnehmen die Täter das Geld aus dem manipulierten Geldausgabeschlitz. Bei dieser Arbeitsweise wird der Geldausgabeschacht, oftmals mit aufgeklebten Vorsatzgeräten so manipuliert, dass beim Abhebevorgang die Geldscheine im Ausgabeschacht zurückgehalten werden. Die Geldausgabeautomaten schalten daraufhin automatisch ab. Die Kunden vermuten vielfach einen technischen Defekt und verlassen die Örtlichkeit ohne ihr Geld. Die Täter entnehmen anschließend die Beute. Um nicht auf diese Masche hereinzufallen, rät das Hessische Landeskriminalamt:
- Das Ausgabefach von Geldausgabeautomaten muss frei
zugänglich sein und hat keine Verblendungen oder
Vorbauten.
- Prüfen Sie im Zweifelsfall das Geldausgabefach, ob dort
Manipulationen stattgefunden haben. Mit Klebeband
befestigte Blenden und Vorsatzgeräte lassen sich leicht
entfernen.
- Bleiben Sie beim Geldausgabeautomaten, wenn kein Geld
ausgegeben wird. Lassen Sie sich von vermeintlich
"hilfsbereiten Fremden" nicht vom Automaten weglocken.
- Informieren Sie die für den Automaten zuständige
Institution (Bank, Baumarkt, Einkaufszentrum etc.), ohne
sich vom Automaten zu entfernen (Handy, durch Begleiter,
Passanten etc.).
- Verständigen Sie bitte die Polizei. Sie ermöglichen so
eine Festnahme der Täter und verhindern den Diebstahl. Weitere Präventionstipps finden Sie im Internet unter www.polizei-beratung.de .
Hessisches Landeskriminalamt Pressestelle Udo Bühler Telefon: (0611) 83-1020 oder -1021 Fax: (0611) 83-1025 oder -1026 E-Mail: pressestelle.hlka@polizei.hessen.de http://www.polizei.hessen.de


