LKA-HE: Traumurlaub ohne böses Erwachen Mit den Tipps der Polizei sicher durch die schönste Zeit des Jahres
Wiesbaden (ots) - Die Pressemittelung des Programms polizeiliche Kriminalprävention wird Ihnen zur Kenntnis gegeben. In Hessen wurden in der polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2010 insgesamt 18.124 Diebstähle in und aus Kraftfahrzeugen erfasst.
Stuttgart - Langfinger und Trickbetrüger können jedem den Urlaub vermiesen. Gerade an beliebten Reiseorten sind sie gerne unterwegs und suchen sich ihre Opfer: unvorsichtige, in lockerer Urlaubsstimmung befindliche Touristen. Durch die Beachtung einfacher Tipps der Polizei ist es aber möglich, den Kriminellen ihr Urlaubsgeschäft zu vermiesen.
Endlich entspannen und sich vom Stress des Alltags erholen. Das denken viele bei der Ankunft am Urlaubsort. Einzig beim Thema Sicherheit sollten Urlauber aufmerksam bleiben. "Dort, wo sich viele Menschen aufhalten, gibt es leider auch Taschendiebe und Betrüger. Mit teils perfiden Tricks werden Reisende hereingelegt oder bestohlen - und das ist nicht nur im Ausland der Fall", sagt Prof. Dr. Wolf Hammann, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes und Landespolizeipräsident von Baden-Württemberg. Misstrauisch sollten Urlauber beispielsweise sein, wenn sie auf Parkplätzen auf einen vermeintlichen Schaden an ihrem Fahrzeug aufmerksam gemacht werden. Das könnte ein Trick sein, sie aus dem Wagen zu locken. Diebe nutzen diese Gelegenheit, um blitzschnell Wertsachen aus dem Auto zu stehlen. Eine Masche, die nicht nur im Ausland, sondern inzwischen auch in Deutschland angewendet wird. Im Jahr 2010 registrierte die Polizei 237.320 Fälle von Diebstahl aus Kraftfahrzeugen - dabei bedienten sich die Langfinger vieler Tricks.
Alle Tipps zum Schutz vor Diebstahl und Raub auf Reisen hat die Polizei im Faltblatt "Langfinger machen niemals Urlaub!" zusammengefasst. Die wichtigsten Tipps der Polizei im Überblick:
- Geben Sie Zahlungsmittel, Papiere und Wertsachen (z. B. Schmuck)
unmittelbar nach der Ankunft bei der Hotel- oder
Campingplatzverwaltung in eine sichere Verwahrung. - Schließen Sie Ihr Zimmer immer ab und lassen Sie den Schlüssel
nicht an Stellen liegen, wo ihn andere leicht an sich nehmen
können. - Lassen Sie Ihre Wertsachen (z. B. Uhr oder Fotoapparat) nicht
offen im Zimmer liegen. - Stellen Sie Ihren Wohnwagen oder Ihr Zelt nur auf offiziellen
Campingplätzen auf. "Wildes" Campen ist meist nicht nur
verboten, sondern auch gefährlich. - Lassen Sie Ihre Sachen beim Baden nicht unbeaufsichtigt.
- Nehmen Sie möglichst nur den jeweiligen Tagesbedarf an
Zahlungsmitteln mit. - Zeigen Sie Ihr Geld nie in der Öffentlichkeit. Achten Sie auch
beim Bezahlen darauf, dass niemand sehen kann, wie viel Geld
oder Kreditkarten Sie mit sich führen. Bei Verlust sollten Sie
Ihre Karten sofort sperren lassen. Aus dem Ausland erreichen Sie
den Sperr-Notruf mit der jeweiligen Landesvorwahl für
Deutschland, in der Regel unter +49 116 116. Zur zusätzlichen
Sicherheit, insbesondere für die Erreichbarkeit aus dem Ausland,
ist der Sperr-Notruf auch unter der Rufnummer +49 (0) 30 / 40 50
40 50 zu erreichen. Informieren Sie sich vor der Reise, ob Ihr
Kreditinstitut eine eigene Sperr-Hotline hat. - Lassen Sie am Urlaubsort nie Zahlungsmittel, Ausweispapiere oder
Wertsachen im Auto liegen. Öffnen Sie das (leere) Handschuhfach,
um zu zeigen, dass nichts zu holen ist. Das Faltblatt "Langfinger machen niemals Urlaub! Diebstahl und Raub auf Reisen" ist kostenlos bei (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen erhältlich. Dieses kann auch im Internet unter www.polizei-beratung.de/medienangebot heruntergeladen werden. Dort gibt es auch weitere Tipps - beispielweise wie Sie schon auf dem Weg in den Urlaub sicher agieren.
Diese Pressemitteilung sowie weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.polizei-beratung.de/presse.
Profil Programm Polizeiliche Kriminalprävention Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) verfolgt das Ziel, die Bevölkerung, Multiplikatoren, Medien und andere Präventionsträger über Erscheinungsformen der Kriminalität und Möglichkeiten zu deren Verhinderung aufzuklären. Dies geschieht unter anderem durch kriminalpräventive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und durch die Entwicklung und Herausgabe von Medien, Maßnahmen und Konzepten, welche die örtlichen Polizeidienststellen und andere Einrichtungen, zum Beispiel Schulen, in ihrer Präventionsarbeit unterstützen.
Hessisches Landeskriminalamt Pressestelle Siegfried Wilhelm Telefon: (0611) 83-1020 oder -1021 Fax: (0611) 83-1025 oder -1026 E-Mail: pressestelle.hlka@polizei.hessen.de http://www.polizei.hessen.de

