POL-WI: Pressemitteilung der Wiesbadener Polizei zu einer aufgeklärten Vergewaltigung
Wiesbaden (ots) - Der Täter heißt nicht "Patrick",
Wiesbaden,
27.01.10
Der Sexualstraftäter, dem vorgeworfen wird, bereits am 13. April 2008 eine 17-jährige Wiesbadenerin vergewaltigt zu haben, ist ermittelt. Das Fachkommissariat K12 hatte dazu im Mai des vergangenen Jahres versucht, den Täter mit Hilfe einer DNA-Reihenuntersuchung festzustellen. Rund 300 Männer im Alter von 25 bis 30 Jahren mit dem Vornamen Patrick wurden zur Entnahme von Körperzellen ins Polizeipräsidium Westhessen vorgeladen. Die Suche nach dem Sexualstraftäter hat nun ein Ende. Es handelt sich um einen 32-jährigen Mann der zuletzt in Rheinland Pfalz wohnhaft war und mittlerweile wegen der Begehung eines Raubüberfalles in Untersuchungshaft sitzt.
Doch noch einmal zur Vorgeschichte:
In der Nacht vom 12. zum 13. April des Jahres 2008 war die 17-jährige Wiesbadenerin gegen 03.15 Uhr auf dem Weg nach Hause. Im Bereich der Wielandstraße/Grillparzer Straße wurde sie zunächst vom Täter angesprochen, der sich als "Patrick" bei ihr vorstellte. Der Mann folgte der Schülerin, bedrohte sie mit einem Messer und missbrauchte sie schließlich. Im Rahmen der Fahndung wurde unter anderem öffentlich mit einem Phantombild nach dem Mann gesucht. Die Fahnder hielten es nach der Beurteilung der Fakten für möglich, dass es sich bei dem Täter tatsächlich um einen Mann im genannten Alter mit dem Vornamen "Patrick" handeln könnte. Nach der Vorladung zu DNA-Entnahme gaben bis heute 266 Personen freiwillig eine Speichelprobe ab. Teilweise wohnen die gesuchten Männer namens "Patricks" im Ausland oder sind unbekannt verzogen, was die Ermittlungsarbeit für die Kriminalpolizei komplizierte und zeitaufwändig machte.
Die Ermittlungen nach dem gesuchten "Patrick" dauerten noch an, als der tatsächliche Täter im Rahmen eines anderen Ermittlungsverfahrens festgestellt wurde. Die Kriminalpolizei im Main-Taunus-Kreis war dem 32-Jährige nach einem Raubüberfall in Bad Soden am 22. August 2009 auf die Schliche gekommen. Bei den Ermittlungen gab er freiwillig eine Speichelprobe ab, die mittlerweile auch mit den Spuren der Wiesbadener Vergewaltigung zum Nachteil der 17-Jährigen verglichen wurde. Der polizeibekannte Mann konnte dadurch eindeutig als Spurenverursacher identifiziert werden. Zu den Vorwürfen hat er sich bisher nicht abschließend geäußert.
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