POL-HB: Nr.: 0075--Polizei Bremen warnt vor Schadprogramm beim Onlinebanking--

Bremen (ots) -

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Ort:	Bremen
Zeit:	2012


Die Polizei Bremen warnt vor einer neuen Variante von Schadsoftware, 
die
Manipulationen von Onlinebanking-Seiten durchführt.

Nach einem Login des Kunden in seinen Onlinebanking-Account wird ihm 
in einem ersten Schritt unter dem Namen seiner Bank eine Information 
eingeblendet, dass auf seinem Konto irrtümlicherweise eine Gutschrift
eingegangen sei. Diese müsse er umgehend zurück überweisen, um sein 
Konto wieder zu entsperren. In einem zweiten Schritt manipuliert die 
Schadsoftware die Umsatzanzeige der Kontoumsätze des 
Onlinebanking-Accounts und zeigt den angeblichen Eingang der 
Gutschrift in der Saldoübersicht an. Tatsächlich ist auf dem Konto 
des Kunden jedoch niemals eine Gutschrift eingegangen. Folgt der 
Kunde der Aufforderung die Rücküberweisung vorzunehmen, präsentiert 
die Schadsoftware das normale, aber bereits ausgefüllte 
Onlineüberweisungsformular. Da in diesem Fall die Überweisung selbst 
ausgeführt wird, bleiben die üblichen Sicherungsmechanismen im 
Onlinebanking wirkungslos und der angewiesene Betrag wird auf ein zur
Täterseite gehörendes Bankkonto überwiesen. 
Die Polizei Bremen rät: Sollten Sie eine derartige Meldung auf dem 
Computer erhalten, tätigen Sie keinesfalls die angeforderte 
Rücküberweisung und wenden sich an die nächste Polizeidienststelle. 
Der benutzte Rechner ist zu diesem Zeitpunkt bereits mit der 
Schadsoftware infiziert. Es besteht die Gefahr, dass auch weitere 
Daten ausgespäht werden. Es wird eine vollständige Neuinstallation 
empfohlen. Generell gilt: Halten Sie den Update-Status ihres 
Betriebssystems und Ihrer genutzten Anti-Viren-Software immer auf dem
aktuellen Stand. Dies erhöht die Chancen, dass es erst gar nicht zu 
einer Infektion mit der Schadsoftware kommt. Vorsichtig sollten 
Nutzer auch bei unbekannten Links oder Dateianhängen in E-Mails sein.
Dahinter können sich Schadprogramme sowie infizierte oder gefälschte 
Webseiten verbergen. 
ots Originaltext: Pressestelle Polizei Bremen
Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=35235 

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