POL-HB: Nr.: 0686--Sicherheit durch Sichtbarkeit -POLIZEI BREMEN verstärkt Fahrradkontrollen in der dunklen Jahreszeit---
Bremen (ots) - - Ort: Bremen, Stadtgebiet Zeit: Oktober bis März
Im Jahr 2008 waren bei insgesamt 15399 Verkehrsunfällen in Bremen 1419 Radfahrer beteiligt. Zwar ist die Zahl der Unfälle mit Radfahrern gegenüber dem Vorjahr (1393) nahezu gleich geblieben, allerdings immer noch zu hoch. So gab es auch einen leichten Anstieg bei den verletzten Radfahrern von 1097 auf 1119. Die Radfahrer stellen rund ein Drittel aller im Straßenverkehr verunglückten Verkehrsteilnehmer in Bremen dar. Mehr als zwei Drittel der an Verkehrsunfällen beteiligten Radfahrer erlitt dabei körperliche Schäden, mit steigender Tendenz in den letzten Jahren. So musste ein 44 Jahre alter Radfahrer am 13. Oktober diesen Jahres mit schweren Kopfverletzungen in eine Klinik eingeliefert werden, nachdem er auf der Habenhauser Brückenstraße von einem Pkw erfasst und zu Boden geschleudert worden war. Nur wenige Tage später ereignete sich ein weiterer schwerer Verkehrsunfall, wobei ein 69 Jahre alter Radfahrer in Schwachhausen mit einem Fahrzeug kollidierte und zunächst schwer verletzt worden war. Er verstarb wenig später. Da viele betroffene Radfahrer auch Verursacher der Verkehrsunfälle waren, wird sich die POLIZEI BREMEN weiterhin der Zielgruppe Radfahrer widmen, um damit weiter schwere Unfallfolgen zu vermeiden und schwächere Verkehrsteilnehmer zu schützen.
Passend zur dunklen Jahreszeit sollen nun zielgerichtete Beleuchtungskontrollen der POLIZEI BREMEN den Radfahrer veranlassen, sich und sein Fahrrad sichtbarer zu machen. In den nächsten Wochen und Monaten ist, besonders in den Morgen- und Abendstunden, im gesamten Stadtgebiet mit verstärkten Fahrradkontrollen hinsichtlich der vorschriftsmäßigen Beleuchtung zu rechnen. Neben der Erteilung von Verwarnungsgeldern bzw. Ausstellung von Mängelkarten bei festgestellten Verstößen, sollen die Radfahrer darüber aufgeklärt werden, welchen Gefahren sie sich und anderen Verkehrsteilnehmern durch mangelhafte oder gar fehlende Beleuchtung aussetzen. Insbesondere in der dunklen Jahreszeit kommt es immer wieder verstärkt auf die Sichtbarkeit aller Verkehrsteilnehmer an. Gerade Autofahrer können bei Dunkelheit und schlechter Sicht unbeleuchtete Radfahrer kaum erkennen. Schon zur eigenen Sicherheit sollten Radfahrer deshalb bei Dämmerung, Regen, Nebel oder Schneefall die Beleuchtung einschalten. Aber selbst ein beleuchtetes Rad ist nachts auf der Straße nur schwer zu erkennen, denn die Fahrradbeleuchtung wirkt im Vergleich zu den Autoscheinwerfern klein und schwach. Bei einem Unfall ist meistens eine nicht unerhebliche Gesundheitsschädigung des schwächeren Verkehrsteilnehmers -nämlich (durch eine fehlende Knautschzone) die des Radfahrers - zu erwarten. Reflektoren am Fahrrad und an der Kleidung können Radfahrer bis zu 150 Meter eher sichtbar machen. Mit einer vorschriftsmäßigen Ausrüstung der Fahrräder und einer hellen und reflektierenden Kleidung schützen sich Radfahrer in der dunklen Jahreszeit am besten.
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