POL-HA: Übler Trickdiebstahl

Hagen (ots) - Eine 62-jährige Frau ist in dieser Woche Opfer eines üblen Trickdiebstahls geworden. Am Dienstag, 31.01.2012 hielt sie sich gegen 14.00 Uhr in der Fußgängerzone in der Elberfelder Straße auf, als sie von einer Frau angesprochen wurde, ob sie russisch sprechen würde. Als sie das bejahte kamen beide ins Gespräch. Plötzlich kam eine weitere Frau dazu, die sich wie die erste Frau (Gilda) auch mit Vornamen "Maria" vorstellte, ihr in die Augen sah und sagte, dass sie Unheil sehen würde. Im Februar würde ihr Sohn sterben, weiterhin sie selbst und ihre ganze Familie. Aber sie, Maria, könne vielleicht helfen. Sie könne ein Ritual mit ihr durchführen. Dann wurde die 62-Jährige gefragt, ob sie Geld zu Hause habe. Wenn ja, dann solle sie es holen. Daraufhin fuhr die 62-Jährige in Begleitung von "Gilda" mit dem Bus nach Hause, holte eine fünfstellige Bargeldsumme aus der Wohnung und beide Frauen fuhren wieder zurück in die Stadt. Dort trafen sie an der Bushaltestelle am Volkspark in der Karl-Marx-Straße "Maria" wieder. Dann wurde das Ritual vollzogen. Die 62-Jährige musste mit dem Geld sieben Mal die Straße überqueren und sich dann auf eine Bank setzen und zwar Rücken an Rücken mit "Maria" und ihr das Geld geben. Maria wickelte es in ein Tuch, verschnürte es mit einem Band und gab das Päckchen der 62-Jährigen zurück. Das sollte sie nun sieben Nächte unter ihr Kopfkissen legen und darauf schlafen. Auf keinen Fall sollte sie vorher das Päckchen öffnen oder mit einem Menschen darüber sprechen. Die 62-Jährige fuhr wieder nach Hause und befolgte den Rat, bekam nach einer Nacht allerdings Bedenken und öffnete das Päckchen. Es enthielt kein Geld, sondern nur ein paar Papierstücke in der Größe von Geldscheinen. Daraufhin ging die Geschädigte zur Polizei und erstattete Anzeige.

Leider ist es keine Seltenheit, dass dieser üble Trick angewendet wird, sondern inzwischen ein bundesweites Phänomen. Überall treten Trickdiebe von Zeit zu Zeit mit dieser Arbeitsweise auf. Die Polizei warnt daher vor diesen Tätern und rät zur Wachsamkeit, wenn man von Fremden angesprochen wird, die vermeintlich "Hellsehen" können und bittet in einem solchen Fall möglichst schnell um einen Anruf unter Tel. 110.

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