POL-HA: Wohnungseinbrecher in Haspe unterwegs
Hagen (ots) - Das landesweite Problem, dass reisende Wohnungseinbrecher ihr Unwesen treiben, macht auch vor Hagen nicht halt. Am Donnerstag, 02.02.2012 trieben unbekannte Täter in Hagen-Haspe ihr Unwesen und brachen gleich in vier Wohnungen ein.
Kurz nach 18.00 Uhr wachte eine Anwohnerin im Schlafzimmer ihrer Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses in der Harkortstraße auf, weil sie ein knackendes Geräusch gehört hatte. Als unmittelbar danach der von ihr installierte akustische Alarm an der Balkontür ertönte, sprang sie aus dem Bett, flüchtete zu ihrer Nachbarin gegenüber und verständigte von dort die Polizei. Zeitgleich hatte aber auch die Nachbarin aus dem ersten Obergeschoss die verdächtigen Geräusche gehört und war daraufhin auf ihren Balkon gegangen. Sie sah zwei Männer im Garten und sprach sie an. Daraufhin sprangen beide über den Gartenzaun und flüchteten. Die Nachbarin lief ebenfalls aus dem Haus und verfolgte die beiden Männer noch ein Stück, verlor sie aber in dem abgrenzenden Teilstück der Harkortstraße aus den Augen. Ihrer Beschreibung nach hatten die Männer osteuropäisches Aussehen mit kurzen dunklen Haaren, waren schlank, ca. 30 Jahre alt, ca. 175 cm groß und trugen Blousons. Trotz einer sofortigen Fahndung mit mehreren Einsatzfahrzeugen konnten sie unerkannt entkommen.
Fast zur gleichen Zeit, gegen 18.20 Uhr, kam eine Anwohnerin aus der Gabelsberger Straße vom Sport nach Hause. Als sie aus dem Auto ausstieg, hörte sie ein klirrendes Geräusch, als wenn eine Scheibe zersprungen wäre. Zunächst konnte sie das Geräusch keiner genauen Örtlichkeit zurechnen. Als sie sich deshalb umschaute und auf die quer zur Dickenbruchstraße stehenden Wohnhäuser blickte, erkannte sie, dass in einem der Häuser eine Balkontür im Erdgeschoss offen stand. Unmittelbar danach sah sie das Licht einer Taschenlampe in der Wohnung. Daraufhin verständigte sie sofort die Polizei. Als die Beamten eintrafen, war kein Licht mehr in der Wohnung zu sehen. Offensichtlich hatten die Täter noch kurz zuvor die Flucht ergreifen können, da sie bei der Durchsuchung der Wohnung nicht mehr angetroffen werden konnten. Ob sie etwas entwendet haben, steht noch nicht fest.
In den Bereich Dickenbruchstraße und Gabelsberger Straße wurden die Beamten noch zweimal im Laufe des Abends gerufen. In der Dickenbruchstraße war ein Ehepaar, das morgens die Wohnung in dem Mehrfamilienhaus verlassen hatte, kurz nach 20.00 Uhr nach Hause zurückgekehrt. Dabei stellten sie fest, dass während ihrer Abwesenheit die Balkontür zum Wohnzimmer aufgehebelt worden war. In der Wohnung hatten die Täter augenscheinlich sämtliche Räume aufgesucht und Schränke durchwühlt. Aus einem Schrank entwendeten sie einen Tresor mit Schmuck und Sparbüchern. Im Wohnzimmer zertrümmerten sie ein Sparschwein und nahmen den Inhalt mit.
In der Gabelsberger Straße hatte eine junge Frau ihre Hochparterrewohnung zwischen 19.15 Uhr und 21.45 Uhr verlassen. Bei der Rückkehr in das Mehrfamilienhaus stellte sie fest, dass Einbrecher ein rückwärtiges Fenster zur Wohnung aufgehebelt hatten und eingestiegen waren. In allen Räumen hatten sie die Schränke geöffnet und den Inhalt herausgezogen und größtenteils auf dem Boden verstreut. Was genau entwendet wurde, muss die Geschädigte noch überprüfen. Wertgegenstände wie ein Laptop und diverse Musikinstrumente hatten die Täter nicht mitgenommen.
Dank aufmerksamer Nachbarn und einer Zusatzsicherung an der Balkontür konnten die Einbrüche zwar nicht in Gänze verhindert werden, aber es blieb zumindest in einem Fall nur beim Versuch. Ein schneller Anruf bei der Polizei lohnt sich auf jeden Fall. Beim nächsten Mal haben die Täter dann vielleicht nicht mehr das Glück, entkommen zu können. Zeugen, die zu einem der Fälle noch sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei unter Tel. 986-2066 zu melden. Unter Tel. 986-1530 bietet die Polizei zudem eine kostenlose Beratung an, wie man seine Wohnung oder sein Haus vor Einbrechern schützen kann.
Rückfragen bitte an: Polizei Hagen Pressestelle Cornelia Leppler Telefon: 02331-98615-10/-11/-12 Fax: 02331-98615-19 E-Mail: pressestelle.hagen@polizei.nrw.de

