POL-MG: Landesweite Geschwindigkeitskontrollen - "Brems Dich - rette Leben!"

Polizei Mönchengladbach: POL-MG: Landesweite Geschwindigkeitskontrollen - "Brems Dich - rette Leben!"
TrennerTrenner

Das Plakat der landesweiten Kampagne

Mönchengladbach (ots) - Ein PKW-Fahrer fährt mit mehr als 100 km/h bei rot in eine Kreuzung und kollidiert mit einem querenden PKW. Er selbst wird schwer verletzt, im anderen Fahrzeug sterben zwei Frauen, eine weitere wird schwer verletzt.

Ein PKW-Fahrer fährt doppelt so schnell wie erlaubt in einen Kreuzungsbereich. Aus einer untergeordneten Straße quert ein Fahrzeug, das durch die Kollision gegen einen Baum geschleudert wird. Beide Fahrer werden schwer verletzt, die Beifahrerin des zweiten Fahrzeuges stirbt.

Das sind nur zwei Beispiele aus dem zurückliegenden Jahr in Mönchengladbach, wie Rasen zu Verkehrsunfällen führt und welche fatalen Folgen dabei entstehen. Und nicht nur für die Unfallopfer selbst. Jeder Betroffene hat Familie, Freunde, Arbeitskollegen, die mitleiden. Und auch Polizei und andere professionelle Helfer sind es leid, mitzuleiden. Obwohl sich die Zahl der Unfalltoten in NRW in den letzten zehn Jahren halbiert hat, sterben jährlich immer noch so viele Menschen, wie in drei große Passagierflugzeuge passen.

Obwohl die Polizei Mönchengladbach seit einigen Wochen Geschwindigkeitskontrollstellen vorab veröffentlicht, hält auch dies viele nicht davon ab, deutlich zu schnell zu fahren. Letztes Beispiel war ein 20jähriger, der am vergangenen Freitag mit 100 km/h im 50 km/h-Bereich gemessen wurde, obwohl auch auf diese Messstelle im Internet und in den Medien hingewiesen worden war.

Fußgänger und Radfahrer profitieren nicht von der relativen Sicherheit, die ein Fahrzeug seinen Insassen noch bieten mag. Sie tragen bei einem Zusammenstoß mit einem Fahrzeug auch bei wesentlich geringeren Geschwindigkeiten gravierende Verletzungen davon. Werden Sie mit 50 km/h erfasst, sterben zwei von zehn Fußgängern. Bei 65 km/h sterben acht von zehn. Egal wer den Unfall verursacht und welche Ursache zum Unfall geführt hat: Geschwindigkeit entscheidet über Leben und Tod.

Hierfür das Bewusstsein zu schärfen ist der Sinn der landesweiten Geschwindigkeitskontrollen am 10.2., an denen sich auch die Mönchengladbacher Polizei beteiligt. Die Polizei wird an diesem Tag besonders intensiv, überwiegend offen erkennbar, wechselnd insbesondere auf folgenden Straßen Geschwindigkeitskontrollen durchführen:

Kaldenkirchener Straße - Theodor-Heuss-Straße Korschenbroicher Straße - Fliethstraße - Waldnieler Straße Sternstraße, Hermann-Piecq-Anlage - Hohenzollernstraße - Künkelstraße - Krefelder Straße Aachener Straße - Gladbacher Straße Limitenstraße - Odenkirchener Straße Dahlener Straße - Stadtwaldstraße - Mennrather Straße Reststrauch

Dazu erläutert der Leiter der Direktion Verkehr, Polizeioberrat Jörg Malejka: "Auch nach dem 10. Februar werden die Kontrollen fortgesetzt, insbesondere dort, wo Fußgänger und Radfahrer besonders gefährdet sind, aber auch an Stellen, an denen man vielleicht nicht mit einer Kontrolle rechnet. Rasen ist oft Einstellungssache. Wer an der einen Stelle zu schnell fährt, tut dies auch anderswo. Notorische Raser wollen wir aus dem Verkehr ziehen, kurzfristiger mit Fahrverboten, gegebenenfalls auch längerfristig. Denn bei hartnäckigen Verkehrssündern kann die Fahrerlaubnis entzogen werden, weil sie zum Führen von Kraftfahrzeugen nicht geeignet sind."

Interessierten Journalisten kann auf Anfrage die Möglichkeit einräumt werden, am Freitag eine Geschwindigkeitskontrolle zu begleiten.

Rückfragen bitte an:

Polizei Mönchengladbach
Pressestelle
 
Telefon: 02161/29 20 20
Fax: 02161/29 20 29
E-Mail: pressestelle.moenchengladbach@polizi.nrw.de