LKA-RP: Radikalisierte Jugendliche - Eine Gefahr für die innere Sicherheit Polizei richtet bundesweite Fachtagung aus SPERRFRIST: Montag, 22.8.2011 um 10 UHR
Mainz (ots) - Vom 22. bis zum 24. August findet an der Landespolizeischule am Flugplatz Hahn eine bundesweite Fachtagung statt, die gemeinsam von Landeskriminalamt, Landespolizeischule und Leitstelle Kriminalprävention ausgerichtet wird.
Nationale und internationale Experten aus Wissenschaft und Praxis werden sich damit auseinandersetzen, wie Jugendliche sich radikalisieren und welche Möglichkeiten Staat und Gesellschaft haben, dem entgegen zu wirken.
Die Überlegung, wie Sicherheitsbehörden, gesellschaftliche Akteure und Institutionen sich vernetzen können, um gemeinsame Strategien zur Bekämpfung dieses Phänomens zu entwickeln, steht im Fokus der dreitägigen Veranstaltung.
Vorrangiges Ziel dabei ist, junge Menschen von Gewaltideologien zu distanzieren und in demokratische Strukturen der Gesellschaft zu integrieren. Zentrale Elemente für eine erfolgreiche Integrationsstrategie sind soziale Teilhabe, Bildungszugang, Chancengleichheit sowie politische Beteiligung. Eine gelungene Integration wiederum ist die effektivste Deradikalisierungsmaßnahme.
Konstitutiv für Inhalt und Anlass der bundesweiten Fachtagung ist dabei die Überzeugung, dass eine nachhaltige und erkenntnisorientierte Auseinandersetzung mit Radikalisierungsmechanismen und -strategien spezifischer Bevölkerungsgruppen und ethnischer Zugehörigkeiten im polizeilichen Interesse ist und bleiben muss.
Hierbei ist auch von Bedeutung, dass unterschiedliche Methoden der Sozialwissenschaften, Psychologie, Religions- und Islamwissenschaften zusammengeführt werden müssen, um dem Phänomen angemessen begegnen zu können. Darüber hinaus soll ein Ländervergleich durchgeführt werden, um eventuelle Differenzen im Radikalisierungsprozess zu elaborieren. Auf der Grundlage der daraus resultierenden Erkenntnisse werden die jeweiligen Deradikalisierungsstrategien verschiedener Bundesländer und einiger europäischer Länder gegenübergestellt.
Hinweis für die Medien
Die Medienvertreter sind herzlich eingeladen, die bundesweite Fachtagung zu begleiten. Am Mittwoch, dem 24. August stehen Ihnen ab 11:00 Uhr sowohl Innenstaatssekretärin Raab als auch verschiedene Experten für einen O-Ton zur Verfügung.
Rückfragen bitte an: Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz Pressestelle Telefon: 06131-65-2379/-2053 Fax: 06131-65-2125 E-Mail: LKA.presse@polizei.rlp.de

