POL-SE: Hitzhusen - Ermittlungsgruppe führte zum Erfolg

Bad Segeberg (ots) -

Seit Oktober 2009 häuften sich bei der Polizeizentralstation Bad 
Bramstedt Strafanzeigen wegen Ladendiebstahls, teilweise gewerbsmäßig
oder bandenmäßig, die durch rumänische Staatsbürger begangen wurden, 
die alle eine Meldeanschrift  im Feldkamp in Hitzhusen bei Bad 
Bramstedt angaben.
Die Personen wurden in unterschiedlichen Besetzungen, manchmal 
allein, bei Ladendiebstählen in Schleswig-Holstein, Hamburg und 
Niedersachsen angetroffen. 
Es wurden mehrere verschiedene Fahrzeuge genutzt.

Es wurde vermutet, dass eine Gruppe von Rumänen mit dem Pkw in 
Hitzhusen besetzt wurde, einen Ort der genannten Bundesländer 
ansteuerte und dann in den großen Ladenketten wie Aldi, Lidl, Rewe, 
Penny, Famila und Sky Waren des täglichen Gebrauchs, wie z. B. 
Kaffee, Spirituosen, Drogerie- und Hygieneartikel stahlen. 

Aufgrund einer immer schnelleren Abfolge der Taten und Zunahme der 
entwendeten Gegenstände in Wert und Umfang wurde im Juni 2010 eine 
Ermittlungsgruppe eingerichtet, die sich aus Beamten der 
Bezirkskriminalinspektion Kiel, der Kriminalpolizeistelle Bad 
Segeberg und Polizei-Zentralstation Bad Bramstedt zusammensetzte.
Die Ermittlungsgruppe konnte nun von Bad Bramstedt aus 
personenbezogen, zentral und ortsnah ermitteln und gezielte 
Kontrollen und Observationsmaßnahmen durchführen.

Nach vier Wochen erfolgreicher Arbeit wurde die Ermittlungsgruppe mit
folgendem Ergebnis wieder aufgelöst:

Ein 41-jähriger rumänischer Staatsbürger hatte sich mit seiner 
zukünftigen Ehefrau und weiteren Verwandten in Hitzhusen 
niedergelassen. Nach andauernder Arbeitslosigkeit versuchten sie, ihr
Einkommen mit gestohlenen Waren aus Kaufhäusern zu bestreiten. Es 
kamen weitere rumänische Staatsbürger hinzu, die sich täglich auf 
Diebestour begaben. In einigen Fällen schaffte einer der Täter 
Rucksäcke voll Diebesgut aus einem einzigen Markt. Es wurden aber 
auch kleinere Gegenstände von geringem Wert gestohlen.
Dabei gingen die Täter gruppenweise vor und sicherten sich offenbar 
gegenseitig ab.  
Es wird davon ausgegangen, dass das Stehlgut von einem derzeit 
unbekannten Hehler auf Flohmärkten weiterverkauft wurde.

Es wurden 105 Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Bei einer Durchsuchung an der Meldeanschrift konnten erhebliche 
Mengen an Diebesgut und hochwertige Werkzeuge aus einem 
Einbruchdiebstahl in Hamburg sichergestellt werden.

Sieben rumänische Staatsbürger im Alter von 18, 20, 21, 38 und 39 
Jahren werden sich wegen Bandendiebstahls verantworten müssen.
Dem 41-jährigen wird neben dem Bandendiebstahl noch der Vorwurf der 
Hehlerei gemacht.
Ein 18- und ein 21-jähriger werden sich wegen gewerbsmäßigen 
Diebstahls verantworten müssen.

Zwischenzeitlich sind die meisten der Beschuldigten in ihre Heimat 
zurückgekehrt. Lediglich zwei der oben genannten Personen sind noch 
in Hitzhusen gemeldet, wobei davon ausgegangen wird, dass auch diese 
beiden in der folgenden Zeit ausreisen werden. 
ots Originaltext: Polizeidirektion Bad Segeberg
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