POL-CASTOR: Castor-Transport mit elf Behältern im Transportbehälterlager eingetroffen - Einladung zur Pressekonferenz am 11.11.2008 in Hannover

    Lüneburg (ots) - Nach zahlreichen Blockadeaktionen auf der Schienen- und Straßenstrecke ist der am Nachmittag des 07.11.2008 in Valognes bei La Hague (Frankreich) gestartete Transportzug mit elf beladenen Atommüllbehältern des französischen Typs TN 85 am Dienstag um 00.19 Uhr im Transportbehälterlager bei Gorleben eingefahren.

    Präsident Osterroth zeigte sich insgesamt mit dem Schienentransportverlauf zufrieden. Er bedankte sich für die professionelle und umsichtige Durchführung bei den mehr als 8.000 Einsatzkräften der Bundespolizei und den unterstützenden Kollegen der Polizeien der Länder. Insbesondere zeigte Osterroth auf, dass die Zahl der bei diesem Einsatz verletzten Beamten erfreulich gering war.

    Der Transportzug konnte an der französisch-deutschen Grenze erst mit einer rund zwölfstündigen Verzögerung übernommen werden. Eine Ankettaktion im südpfälzischen Berg hatte die Strecke entsprechend lange blockiert. Drei Aktivisten hatten sich mittels spezieller Röhrenvorrichtung in einem Betonklotz an das Gleisbett angekettet.

    Im Verlauf des Sonntags hatten mehrere hundert Personen an verschiedenen Stellen die Gleise in dem waldreichen Streckenabschnitt der Göhrde an der Schienenstrecke Lüneburg - Dannenberg besetzt und teilweise auf bis zu 40 Metern Länge unterhöhlt. Brennende Barrikaden machten kurzfristig den Einsatz von Wasserwerfern zum Ablöschen notwendig. Wegen massiver Übergriffe auf die eingesetzten Polizeikräfte und Beschuss von Dienstpferden mit Pyrotechnik, war einige Male ein kürzerer Schlagstockeinsatz unumgänglich. Im Vorfeld einer Ankettaktion von zwei Personen gegen 17.00 Uhr nördlich Eichdorf wurden vier Beamte durch Steinwürfe leicht verletzt.

    Der Zug erreichte am Sonntagabend um 20.19 Uhr die Stadt Lüneburg und setzte nach einem kurzen Halt gegen 21.00 Uhr die Fahrt Richtung Dannenberg fort, wo er dann am Montagmorgen um 01.13 Uhr in die Umladestation einfuhr. Dort erfolgte das Umladen der Behälter auf die Straßentransporter.

    Nach der Beseitigung mehrerer Blockaden auf der Straßentransportstrecke fuhren die elf Tieflader mit den Behältern am Montag, um 23.11 Uhr aus der Umladestation. Sie erreichten das Transportbehälterlager bei Gorleben ohne weitere Zwischenfälle am Dienstag um 00.19 Uhr.

    Polizeipräsident Friedrich Niehörster zeigte sich zufrieden darüber, dass es den örtlichen Initiativen gelungen ist, sich in ihren Aktionen von den auf Krawall ausgerichteten kleineren Gruppierungen zu distanzieren. Auf die Zeitverzögerung angesprochen, gab Niehörster an, dass es darauf ankam, den Transport sicher und möglichst ohne zahlreiche Verletzte in das Transportbehälterlager zu bringen. Dies habe man auch daran gesehen, dass die Polizei die Sitzblockierer vor der dortigen Einfahrt lange habe gewähren lassen und sie auch beim Wegtragen mit aller Ruhe vorgegangen sei. Er bedankte sich ausdrücklich bei allen Einsatzkräften für ihr besonnenes Verhalten. Dies gelte umso mehr, weil der Einsatz tatsächlich länger als ursprünglich geplant gedauert habe.

    Die Abschlusspressekonferenz, bei der der Niedersächsische Minister für Inneres, Sport und Integration Uwe Schünemann, der Lüneburger Polizeipräsident Friedrich Niehörster und der Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Thomas Osterroth, eine Bilanz dieses Einsatzes ziehen und Ihnen für Fragen zur Verfügung stehen, findet am

    Dienstag, 11.11.2006, um 13.30 Uhr,

    im Niedersächsischen Landtag Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 1 30159 Hannover

    statt.

    Im Namen des Niedersächsischen Innenministers laden wir Sie hiermit herzlich ein.

    Für Rückfragen stehen Ihnen die Mitarbeiter der Gemeinsamen Pressestelle zum CASTOR - Transport unter Tel. 04131 / 29 - 2900 zur Verfügung.

Polizeipressestelle zum Castor - Transport

Telefon: 04131/292900 Fax: 04131/291070 E - Mail: pressestelle-castor@pd-lg.polizei.niedersachsen.de

Internetauftritt: www.castoreinsatz.de