POL-CASTOR: Transportzug erreicht Bahnhof Dannenberg-Ost

    Lüneburg (ots) - Die elf Behälter des französischen Typs TN 85 erreichten ihr Ziel auf der ersten Transportetappe mit Einfahrt in den Bahnhof Dannenberg-Ost am Montagmorgen um 01:13 Uhr. Am frühen Samstagmorgen verübten zunächst unbekannte Täter bundesweit mehrere Brandstiftungen gegen Betriebseinrichtungen der Deutschen Bahn AG (Pressemitteilung Nr. 7 vom 08.11.2008), die aber auf den Verlauf der Castortransportes keine Auswirkung hatten. Der Schienentransport überschritt am Sonntag, den 09.11.2008, um 00:13 Uhr die französisch - deutsche Grenze. Zuvor wurde der Transportzug durch eine Ankettaktion im südpfälzischen Berg, 15 km südlich Wörth, aufgehalten. Drei Aktivisten ketteten sich mittels spezieller Röhrenvorrichtung in einem Betonklotz an die Strecke. Der Transportzug verblieb während des zwölfstündigen Einsatzes technischer Fachkräfte im französischen Lauterbourg. In der weiteren Folge konnte der Transportzug Wörth erst um 04:05 Uhr in Richtung Gorleben verlassen. Durch unwesentliche Störaktionen auf der Strecke, Höhe Bietigheim (Raum Stuttgart), Göttingen und Lüneburg erreichte der Transport 20.19 Uhr Lüneburg. Im Verlauf des Sonntags besetzten mehrere hundert Personen an verschiedenen Stellen die Gleise in dem waldreichen Streckenabschnitt der Göhrde und unterhöhlten das Gleisbett auf einer Länge von 20 Meter. Brennende Barrikaden machten kurzfristig den Einsatz von Wasserwerfern zum Ablöschen notwendig. Wegen massiver Übergriffe auf die eingesetzten Polizeikräfte und Beschuss von Dienstpferden mit Pyrotechnik, war zeitweilig Schlagstockeinsatz unumgänglich. Im Vorfeld einer Ankettaktion von zwei Personen gegen 17.00 Uhr nördlich Eichdorf und weiteren Gleisunterhöhlungen auf einer Länge von bis zu 40 Meter wurden vier Einsatzkräfte durch Steinwürfe leicht verletzt. Die Stetigkeit des Schienentransportes konnte dadurch nicht beeinträchtigt werden. Am Sonntag, den 09.11.2008 verließ der Transportzug Lüneburg um 21.04 Uhr in Richtung Dannenberg. Im weiteren Verlauf verzögerten Sitzblockaden kurz vor dem Bahnhof Dahlenburg und eine Abseilaktion von der Brücke der B 216 südwestlich Nahrendorf die Fahrt zur Umladestation. Nach kleineren Störaktionen in der Göhrde fuhren die Behälter mit insgesamt 14 Stunden und 23 Minuten Verspätung sicher in Dannenberg ein. Zurzeit werden die Rangier- und Umladearbeiten für den anschließenden Straßentransport vorbereitet.

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