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Plön: Die Polizei warnt vor "Dämmerungseinbrüchen"
Kiel / Plön (ots) - "Einbrecher kommen nachts" - ein gefährliches Klischee!
Entgegen landläufiger Meinung, erfolgen Einbrüche häufig am Tage oder am frühen Abend. Am Wochenende werden die Uhren gestellt und die Tage werden wieder kürzer. In dieser Jahreszeit haben die so genannten Dämmerungseinbrüche Hochsaison.
Obwohl eine aktuell durchgeführte, differenzierte Auswertung der Einbruchszahlen mit Hilfe des Kieler Lage- und Analysesystems ( KLAS ) einen erfreulichen Rückgang zeigte, besteht weiterhin erhöhter Handlungsbedarf. In der Landeshauptstadt ist im Betrachtungszeitraum vom 1. Juli bis zum 20. Oktober mit 198 Taten ein erfreulicher Rückgang um rund 25 Prozent zu verzeichnen, im Kreis Plön befindet sich die Zahl der Einbruchsdelikte mit 50 Fällen ( 2008: 64 )
Die Zahl der Einbruchsdelikte befindet sich in der Landeshauptstadt im Betrachtungszeitraum vom 1. Juli bis zum 20. Oktober mit 198 Taten und einem Rückgang von rund 25 Prozent auf positiver Talfahrt und im Kreis Plön ist mit 50 Fällen ( 2008: 64 ) ein Rückgang um rund ... Prozent zu verzeichnen.
Oper eines Einbruchs zu werden, ist für die meisten Menschen ein unvermittelter Schock. Neben dem materiellen Verlust, trägt dazu vor allem die massive Beeinträchtigung des eigenen Sicherheitsgefühls bei. Ein Einbruch scheint sich aus Sicht der Geschädigten wie aus heiterem Himmel zu ereignen. Doch es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass man sich gegen Diebe nicht im Vorwege schützen kann. Untersuchungen der Polizei belegen, dass mehr als ein Drittel aller Einbruchsversuche deshalb scheitern, weil die Häuser oder Wohnungen gut gesichert sind.
Die neuralgischen Angriffspunkte eines Hauses sind:
T ü r e n: Gegenüber diesem Angriffsziel verhalten sich Einbrecher in aller Regel nicht wählerisch. So werden Türen in weit über der Hälfte aller Fälle mit einfachem Werkzeug brachial aufgehebelt. Nicht ganz so häufig kommt es zu Angriffen auf die Schließzylinder und zu Einbrüchen unter Einsatz einfacher körperlicher Gewalt. Nicht selten jedoch dringen Einbrecher auch über Türen ein, die nur ins Schloss gezogen und nicht verriegelt sind. Beachten Sie: Diebe scheuen das Risiko. Gut gesicherte Türen zu öffnen, erfordert in der Regel einen hohen Zeitaufwand und verursacht Lärm. Davor schrecken auch "Profis" zurück!
F e n s t e r u n d F e n s t e r t ü r e n (Balkon- und Terrassentüren): Beim Eindringen über Fenster, Balkon- und Terrassentüren kommt in über der Hälfte aller Fälle einfaches Hebelwerkzeug zum Einsatz. Einbrüche erfolgen vor allem dann, wenn Fenster beziehungsweise Fenstertüren gekippt sind oder offen stehen. Angriffe auf die Verglasung sind seltener. Besonders gefährdet sind alle leicht erreichbaren Fenster. Terrassentüren sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt - schon deshalb, weil sie sich oft von außerhalb des Grundstückes schlecht einsehen lassen.
Tipps der Polizei:
Durch Einsatz bewährter Sicherungstechniken kann jeder ganz gezielt zur eigenen Sicherheit beitragen.
T ü r e n: - Bauen Sie ein einbruchhemmendes Schloss mit besonders geschütztem Profilzylinder in die Tür ein und schützen Sie beides durch einen Beschlag mit zusätzlicher Zylinderabdeckung. - Schließen Sie die Tür stets zweifach ab. - Ein Zusatzschloss mit Sperrbügel an der Eingangstür schützt vor ungebetenen Gästen, es verhindert ein Aufstoßen der spaltbreit geöffneten Tür. - Verlängerte, oder mehrfach im Mauerwerk verankerte Schließbleche erschweren das Aufhebeln der Tür wesentlich. - Schwache Türblätter sollten verstärkt oder gegen massive Türblätter ausgetauscht werden. - Bauen Sie in die Tür einen Weitwinkel-Spion ein, damit Sie sehen, wer geklingelt hat. Öffnen Sie nur bei vorgelegtem Sperrbügel. - Lassen Sie bei Neu- oder Umbauten nach Norm geprüfte einbruchhemmende Türen einbauen. - Vergessen Sie die Sicherung der Nebeneingangstüren nicht! - Verstecken Sie Ihre Schlüssel nicht draußen, denn Einbrecher kennen jedes Versteck! - Wechseln Sie bei Schlüsselverlust den Schließzylinder aus.
F e n s t e r, T e r r a s s e n - u n d B a l k o n t ü r e n: - Verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren stets bei Verlassen des Hauses oder der Wohnung. Achtung! Gekippte Fenster sind offene Fenster. - Lassen Sie bei Neu- oder Umbauten nach Norm geprüfte einbruchhemmende Fenster bzw. Fenstertüren einbauen. - Sichern Sie Fenster und Fenstertüren mit absperrbaren Zusatzsicherungen, so genannten Aufbruchsperren. Vorsicht! Zu verschließende Fenstergriffe alleine genügen nicht, denn Fenster werden häufig aufgehebelt. - Vernachlässigen Sie leicht erreichbare Fenster und Balkontüren in den oberen Stockwerken nicht, denn Einbrecher sind manchmal wahre Kletterkünstler. - Terrassen- und Balkontüren können Sie auch mit Rollgitter oder Gittertüren versehen. Sie können die Türen dann zum Lüften offen oder gekippt lassen. Rollläden sollten zumindest gegen das Hochschieben gesichert sein. - Sichern Sie Lichtschächte und Kellerfenster, z. B. durch massive, gut verankerte Gitter.
W e r t s a c h e n : - Lassen Sie Wertsachen zu Hause nicht offen von außen sichtbar herumliegen. Besonders wichtige Dokumente, wertvolle Sammlungen, Gold oder Schmuck sind am sichersten im Schließfach Ihres Geldinstituts aufgehoben. - Bargeld, Schmuck, Sparbücher und Scheckformulare, die Sie im Haus behalten möchten, werden am besten in einem im Mauerwerk eingelassenem Wertbehältnis aufbewahrt. - Markieren Sie Ihre Wertgegenstände individuell und notieren Sie die wichtigsten Daten und Individualnummer in einer Wertsachenliste. Bewahren Sie diese Liste sicher auf. Fertigen Sie Farbfotos von Ihrem Schmuck und anderen Wertgegenständen.
Sie erleichtern der Polizei so die Suche nach ihrem entwendeten Eigentum und ermöglichen ein zweifelsfreies Zuordnen im Auffindungsfall.
N a c h b a r s c h a f t s h i l f e: Nachbarn helfen Nachbarn: - Achten Sie bewusst auf fremde Personen, die im Mehrfamilien- oder Nachbarhaus oder auf dem zugehörigen Grundstück unterwegs sind und sprechen Sie sie an. - Halten Sie in Mehrfamilienhäusern alle Türen auch tagsüber stets geschlossen. - Stellen Sie in der Nachbarschaft sicher, dass bei längerer Abwesenheit eines Bewohners der Briefkasten geleert wird und die Wohnung einen bewohnten Eindruck vermittelt. - Scheuen Sie sich nicht, bei Gefahr und in Verdachtsfällen ihre Polizei über den Polizeiruf 110 anzurufen. Jeder eingehende Anruf wird ernst genommen!
Weitere Informationen zu diesem Themenbereich erhalten Sie in der Broschüre "Sicher wohnen - Einbruchschutz", im Faltblatt "Einbruchmelde- und Überfallmeldeanlagen" bei jeder Polizeidienststelle und im Internet unter
https://www.polizei.schleswig-holstein.de/internet/DE/VorbeugungBe ratung/VorbeugungBeratung__node.html
http://www.qsn-einbruchschutz.de
Im Anhang befinden sich fünf Bilder
1: Nachbarschaftshilfe 2: Einbrecher 3: Rolladen hochschieben 4: Fenster aufhebeln
Die druckfähige Vorlage zu Bild Nr.: 2 finden Sie hier: http://polizei-beratung.de/presse/downloads/fuelleranzeigen/index/con tent_socket/auswahl_faz/display/171/
Tanja Emmen
Rückfragen bitte an:
Polizeidirektion Kiel
Stabsstelle/Öffentlichkeitsarbeit
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