POL-K: 111209-2-K Räuber verletzt sich mit seiner Tatwaffe selbst
Köln (ots) - Gestern Abend (8. Dezember) hat sich ein Räuber (34) in Köln-Ehrenfeld selber mit dem Tatmesser schwer verletzt. Ein Notarzt versorgte ihn vor dem Transport in eine Klinik. Kurz zuvor hatte der 34-Jährige den Edeka-Markt auf der Subbelrather Straße überfallen und dabei von einer Kassiererin (20) Bargeld erbeutet.
Um 20.35 Uhr betrat der stark blutende Räuber ein Restaurant auf der Marienstraße und bat um Hilfe. Die etwa 15 Personen, die in der Gaststätte an einem Kochkurs teilnahmen, winkten einen zufällig vorbeifahrenden Streifenwagen heran. Diese Polizisten waren gerade auf der Anfahrt zu dem überfallenen Edeka-Markt. Als die Polizisten das Lokal betraten, lag der 34-Jährige bewusstlos in einer Blutlache. Die Beamten leisteten sofort Erste Hilfe und alarmierten den Notarzt.
Wie sich dann herausstellte, stimmte das Aussehen des Verletzten mit der Beschreibung des flüchtigen Räubers überein. Die Polizisten durchsuchten seine Kleidung und fanden das geraubte Bargeld. Einen weiteren Hinweis auf die Täterschaft lieferte eine Blutspur zurück zu einem Container in der Nähe des Supermarktes. Darin fanden die Beamten das blutverschmierte Messer, mit der er die Kassiererin bedroht hatte.
Wie sich der junge Mann verletzt hat, müssen die weiteren Ermittlungen ergeben. Bis jetzt konnte der 34-Jährige, der bereits einschlägig vorbestraft ist, nicht vernommen werden. Bis Anfang November hatte er einjährige Haftstrafe wegen Drogenhandels verbüßt. Ein Haftrichter wird heute darüber entscheiden, ob der Verbrecher in die Untersuchungshaft genommen wird. (fr)
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