POL-K: 080921-3-K/Lev Erste Bilanz nach dem Demonstrationswochenende

Köln (ots) - Nach den Demonstrationen am Wochenende zieht die Polizei ein vorläufiges Fazit: Sechs leicht verletzte Polizeibeamte, Sachschäden in fünfstelliger Höhe und über 400 Ingewahrsamnahmen und Festnahmen.

Die Polizei Köln will den Einsatz umfassend nachbereiten und wird das Gespräch mit den an Krawallen beteiligten Jugendlichen und deren Erziehungsberechtigten suchen

Sechs leicht verletzte Polizeibeamte, Sachschäden in fünfstelliger Höhe und über 400 Ingewahrsamnahmen und Festnahmen sind das vorläufige Fazit des gestrigen Großeinsatzes für die Polizei. Zu den Spitzenzeiten während der Gegendemonstrationen befanden sich über 3000 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte aus Köln, Nordrhein Westfalen, den Länderpolizeien und der Bundespolizei im Einsatz. Eine abschließende Bewertung ist derzeit nicht möglich, da die polizeilichen Maßnahmen noch andauern. Etliche Kräfte befanden sich bis in die Morgenstunden im Einsatz. Am heutigen Tag war noch eine Mahnwache in Leverkusen-Wiesdorf zu begleiten.

"Bei den am gestrigen Abend im Zusammenhang mit Gewalttaten durchgeführten Freiheitsentziehungen sind über 400 Personen in die Gefangenensammelstelle (siehe Pressebericht Nr. 8 vom 20.09.2008) eingeliefert worden. Dabei sind offensichtlich - wegen langer Dauer - Probleme mit Jugendlichen aufgetreten. Eltern machten sich Sorgen, die wir sehr ernst nehmen. Deshalb muss der Ablauf von der Ingewahrsamnahme vor Ort bis hin zur Entlassung überprüft werden. Unabhängig davon suchen wir das Gespräch mit betroffenen Jugendlichen und deren Angehörigen. Wenn bei der laufenden Prüfung des Einsatzes festgestellt wird, dass etwas schief gelaufen ist, werden wir das intern aufklären und aufarbeiten. Uns ist aber auch wichtig, über die Gründe die zu Festnahmen und Ingewahrsamnahmen geführt haben, in einen Meinungsaustausch zu kommen", so Polizeipräsident Klaus Steffenhagen. Ein Thema liegt ihm dabei besonders am Herzen, nämlich die Frage: "Wie halte ich mich von Gewalttätern und Gewaltaktionen fern, um nicht in die Gewaltfalle zu geraten?".(br)

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