POL-E: Achtung Taschendiebe unterwegs - Polizei registriert starken Anstieg in der City
Essen (ots) - E.-Stadtgebiet: Sie bieten ihre Hilfsbereitschaft an, suchen körperliche Nähe, rempeln ihre Opfer an, verwickeln sie mit fadenscheinigen Fragen in ein Gespräch und schlagen dann unbemerkt zu. Das sind die üblichen Arbeitsweisen der Taschendiebe. Ihre "Einsatzorte" sind große Menschenansammlungen, beim Ein- und Aussteigen in Bus und Bahn, in Kaufhäusern und auf Rolltreppen. Sie suchen ihre Opfer gezielt aus und beobachten sie lange vorher.
Seit Anfang des Jahres registrierte die Polizei eine enorme Steigerung solcher Fälle. Es handelt sich hier um eine südosteuropäische Gruppe, die mit verantwortlich ist, dass sich die Taschendiebstähle in den ersten beiden Monaten dieses Jahres auf etwa 400 gestiegen sind. Im gleichen Zeitraum 2009 zählte die Polizei etwa 180 Delikte.
Die Schwerpunkte liegen im Bereich der Essener Innenstadt. Insbesondere am Porsche-, Limbecker-, Kennedy- und Willy-Brandt-Platz, sowie am Hauptbahnhof.
Der Modus Operandi ist in fast allen Fällen gleich: Überwiegend ältere Bürger werden durch Gruppen von zwei bis drei Täterinnen abgelenkt, dann wird die Geldbörse gestohlen. Eine weitere Person verschwindet dann mit der Beute. Meist werden die Zeiten ab Mittag genutzt, weil dann an diesen Orten in der Regel starker Publikumsverkehr und Gedränge herrscht. Dieses "Gedränge" wird dann von den Täterinnen genutzt, um sich an ihre Opfer "anzuschmiegen" und sie zu bestehlen. Oft werden die Opfer durch eine weitere Person in ein Gespräch verwickelt und abgelenkt. Bevorzugt werden: Aufzüge, Rolltreppen und die Zugänge zu U- und Straßenbahnen.
Bisherige Ermittlungen ergaben, dass etwa 22 Mädchen und Frauen ethnischer Minderheiten im Alter von 14 bis 25 Jahren in wechselnder Beteiligung aktiv sind.
Zur Bekämpfung dieser Taschendiebstähle wurde jetzt beim Kriminalkommissariat 61 die Ermittlungskommission "HENKEL" eingerichtet.
So schütze ich mich vor Taschendiebstahl
Nur soviel Bargeld mitnehmen, wie benötigt wird.
Beim Bezahlen an Kasse oder Schalter (Bahnhof) fremden Einblick in Geldbörse oder Brieftasche vermeiden.
In jedem Gedränge besonders aufmerksam sein und ganz bewusst auf Taschendiebe achten.
Geld, Scheck- und Kreditkarten, Handy, Schlüssel und Papiere auf verschlossene Innentaschen der Kleidung verteilt dicht am Körper tragen.
Brustbeutel, Gürteltasche, Geldgürtel oder am Gürtel angekettete Geldbörse benutzen.
Hand- und Umhängetasche verschlossen auf der Körpervorderseite oder unter den Arm geklemmt tragen.
Handtasche auch im Restaurant, im Laden, im Kaufhaus, selbst bei Anprobe von Schuhen oder Kleidung nicht an Stuhllehnen hängen oder unbeaufsichtigt abstellen.
Beim Einkauf Geldbörse nicht oben in Einkaufstasche, -korb oder -wagen legen.
Bei Bahnreisen Handtaschen oder Kameras nicht an Abteiltüren oder Wagendurchgängen aufhängen, während der Nachtruhe Abteil nach Möglichkeit von ihnen verschließen. /san.
Rückfragen bitte an: Polizei Essen/ Mülheim an der Ruhr Pressestelle Telefon: 0201-829 1065 (außerhalb der Bürodienstzeit 0201-829 7230) Fax: 0201-829 1069 E-Mail: pressestelle.essen@polizei.nrw.de
