Braunschweig (ots) - Braunschweig,
04.07./16.01.12
Von vorn bis hinten ausgedacht war die Geschichte einer 18-Jährigen, die im Januar Anzeige bei der Polizei erstattet hatte, weil sie Opfer eines Raubüberfalls geworden sei (wir berichteten).
Die Heranwachsende hatte angegeben, abends von einem Täter hinter den Schlossarkaden niedergestoßen, geschlagen und ihres teuren Handys beraubt worden zu sein.
Mit Presseaufrufen hatte die Polizei auch nach einer angeblichen Zeugin gefahndet, die dem Mädchen geholfen haben soll.
Nun konnten die Beamten den Fall nach umfangreichen Ermittlungen aufklären. Sie hatten festgestellt, dass das verschwundene Handy wieder in Betrieb genommen worden war und den neuen Anschlussinhaber ermittelt.
Dieser Mann (54) gab glaubwürdig an, das Mobiltelefon am Geldautomaten einer Bank gefunden zu haben, wo es das Mädchen liegen gelassen hatte.
Allerdings gab es der Finder nicht ab. Gegen ihn wird nun wegen Unterschlagung ermittelt.
Die jetzt reumütige 18-Jährige bekommt ein Verfahren wegen Vortäuschen einer Straftat.
Motiv für die damalige Anzeige war die Angst vor Repressalien durch ihre Mutter, die ihr das neue Handy finanziert hatte. Zumindest das Telefon hat sie nun zurück erhalten.
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