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Bild 1:Bremswirkung des Sattelaufliegers gleich NULL!
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POL-BS: Regionale Kontrollgruppe Braunschweig kontrollierte Schwerlastverkehr - Ergebnis ist wiederum erschreckend!

    Braunschweig (ots) - Die erste Schwerpunktkontrolle des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs durch die  Regionale Kontrollgruppe der Polizeidirektion Braunschweig fand am Donnerstag dem 21. Januar statt. Zwischen 10.00 und 15.30 Uhr kontrollierten die Ermittler 45 Lastkraftwagen auf dem Autobahnrastplatz "Waldkater" bei Helmstedt, in Fahrtrichtung Berlin. Die 60 Polizeibeamtinnen und -beamten stellten dabei eine Vielzahl von erheblichen Mängeln fest. Insgesamt wurden 34 der kontrollierten Fahrzeuge beanstandet, dass heißt, 75 % der kontrollierten Fahrzeuge hatten technische Mängel oder wurden nicht nach den geltenden Vorschriften geführt. Die Beamten stellten dabei 73 Verstöße gegen unterschiedliche Rechtsvorschriften fest. Das Ergebnis zeigt, dass es auch bei widrigen Witterungsbedingungen zwingend geboten ist, die Einhaltung sämtlicher Rechtsvorschriften rund um den Schwerlastverkehr zu überprüfen. Einige herausragende Beispiele aus der gestrigen Kontrolle: Ein Sattelauflieger, der auf Grund schwerster technischer Mängel sofort stillgelegt werden musste. Die anschließende Untersuchung beim TÜV - Helmstedt ergab, dass die messbare Bremsleistung aller drei Achsen dieses Fahrzeuges jeweils bei NULL lag (Bild 1)! Dieser Auflieger war in den Niederlanden gekauft worden und sollte nach Jordanien überführt werden. Das Fahrzeug wurde vom Landkreis Helmstedt in Verwahrung genommen, um eine erneute Inbetriebnahme zu unterbinden. Gerade bei nichtdeutschen Fahrzeugführern ist häufig festzustellen, dass diese zwar für die technische Sicherheit ihres Lastkraftwagens verantwortlich sind, für diese Sicherheit bei der Übernahme des Fahrzeuges auch unterschreiben, aber wegen fehlender Sprachkenntnisse nicht in der Lage sind die Formblätter zu lesen. Ein Gefahrguttransporter, dem die Weiterfahrt sofort untersagt werden musste, weil bei dem mitgeführten Sattelauflieger ein Radlager festgelaufen war und deutlich vernehmbarer Brandgeruch festgestellt wurde. Ein Sattelzug, der 5,5 Tonnen Schrottautoteile in loser Schüttung mit einer Leinenplane ungesichert transportierte, obwohl für dieses Ladegut ein Kastenwagen mit festen Ladebordwänden erforderlich wäre. Eine derart ungesicherte Ladung kann in einer Notsituation schnell zu einem todbringenden Geschoss werden (Bild 2).

    Das Ergebnis der Kontrolle im Einzelnen: 36-mal saßen die
Brummifahrer zu lange hinterm Steuer und überschritten damit die
streng limitierte Lenkzeit. Technische Mängel waren die Ursache für
eine Beanstandung an 11 LKW und 13-mal war die Ladung der schweren
Fahrzeuge nicht ordnungsgemäß verstaut und/oder gesichert. Bei zwei
kontrollierten Gefahrguttransportern wurden jeweils Mängel
festgestellt. Es wurde 12 Sicherheitsleistungen von mehr als 3700
Euro bei nichtdeutschen Fahrzeugführern erhoben. Daneben sind drei
Verfahren zum Zwecke der Gewinnabschöpfung gegen die verantwortlichen
Spediteure der zuständigen Bußgeldbehörde in Helmstedt zugeleitet
worden.
      Die regionale Kontrollgruppe der Polizeidirektion Braunschweig
wird seit ihrer Einrichtung im Jahre 2006 regelmäßig im Bereich der
Schwerlastkontrolle tätig. Diese Spezialeinheit setzt sich aus
besonders geschulten und ständig fortgebildeten Polizeibeamten aus
allen Bereichen der Polizeidirektion Braunschweig zusammen. Sie
umfasst mehr als 60 Beamte aus allen Polizeiinspektionen der Region.
Der Leiter der Regionalen Kontrollgruppe Braunschweig Klaus Wippich:
"Das erneut erschreckende Ergebnis beweist, dass wir bei der
Verkehrsüberwachung nicht nachlassen dürfen. Wir werden weiter
intensiv kontrollieren!"
Für das Jahr 2010 sind zunächst vier weitere Großkontrollen dieser
Art vorgesehen


Rückfragen bitte an:

Polizei Braunschweig
PD Braunschweig, Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: 0531/476-1004 /- 1041 /-1042
Fax: 0531/476-3035
E-Mail: pressestelle@pd-braunschweig.polizei.niedersachsen.de
www.polizei.niedersachsen.de/braunschweig/