POL-MS: Fund eines Neugeborenen im Kanal - DNA Reihenuntersuchung startet in der nächsten Woche

   

48147 Münster (ots) - Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Münster

Am 19.6.2013 hat die Feuerwehr einen toten Säugling aus dem Dortmund-Ems-Kanal in Höhe der Trauttmansdorffstraße in Münster geborgen. Die Obduktion in der Rechtsmedizin Münster ergab, dass das Mädchen nach der Geburt noch gelebt hat. Die Befragung der Anwohner und Kleingärtner im Nahbereich der Fundstelle führte zu einigen Ermittlungen, letztlich jedoch nicht zur Kindsmutter.

Experten der "Operativen Fallanalyse" des Landeskriminalamtes NRW bestärken die münsterschen Beamten darin, dass die Kindsmutter in der Mehrzahl der Fälle einen Bezug zum Nahbereich des Fundortes hat. Die Staatsanwaltschaft Münster hat daher einen Beschluss zur DNA Reihenuntersuchung beim Amtsgericht Münster erwirkt. Die Reihenuntersuchung betrifft rund 150 Mädchen und Frauen im Alter von 14 bis 45 Jahren und wird derzeit von den Ermittlungsbehörden vorbereitet. Dieses Prozedere wird noch einige Tage in Anspruch nehmen. Die Reihenuntersuchung wird voraussichtlich in der nächsten Woche beginnen.

"Das aufwendige Verfahren einer DNA Reihenuntersuchung ist nach jetzigem Ermittlungsstand erforderlich um die Kindsmutter zu finden", begründet Oberstaatsanwalt Heribert Beck den aktuellen Schritt. "Die Befragungen von Anwohnern und Binnenschiffern sowie die Bearbeitung der Hinweise aus der Bevölkerung blieb bislang ohne Ergebnis."

Nachfragen richten Sie bitte an die Staatsanwaltschaft Münster, Oberstaatsanwalt Heribert Beck, Tel. 0251 494-2415.

Rückfragen bitte an:

Polizei Münster
Roland Vorholt
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