Münster (ots) - Das Polizeipräsidium Münster kontrollierte am Dienstag ( 17.07.) im gesamten Stadtgebiet gezielt Fahrräder und ihre jeweiligen Benutzer. Insgesamt überprüften die Beamten 127 Fahrräder und Personen. In zwei Fällen bestand der Verdacht des Diebstahls. Gegen die Tatverdächtigen wurden Strafanzeigen gefertigt und die Fahrräder sichergestellt. Bei einer weiteren Personenkontrolle stellten die Beamten fest, dass noch ein offener Haftbefehl gegen einen Münsteraner vorlag. Dieser wurde umgehend vollstreckt. Der Diebstahl von Fahrrädern macht einen Großteil der Gesamtkriminalität in Münster aus. "Fast jede 5. Straftat in Münster ist ein Fahrraddiebstahl" erklärt Kriminaloberrat Rainer Kratz "Eine Strafverfolgungsbehörde muss angemessen darauf reagieren und die Bekämpfung des Fahrraddiebstahls ist ein Behördenziel," beschreibt Kratz die Wertigkeit derartiger Kontrollen innerhalb der Kriminalitätsbekämpfung. Seit Einführung des Behördenziels im Jahr 2009 nimmt die Zahl der Fahrraddiebstähle ab. Im Jahr 2011 sank die Zahl der Fallzahlen um weitere 124 Taten auf nunmehr 4.914. Damit wurde im Vergleich der zurückliegenden zehn Jahre erstmalig die Marke von 5.000 unterschritten. Damit ist ein absoluter Tiefstand erreicht. Die Aufklärungsquote konnte mit 9,34 % annähernd stabil gehalten werden und belegen die Richtigkeit des Konzepts. "Um eine derartige Quote halten zu können, muss das Entdeckungsrisiko für Fahrraddiebe hoch sein," weiß Kriminaloberrat Kratz und ergänzt "Das erreichen wir einerseits durch vermehrte und gezielte Kontrollen, aber andererseits insbesondere durch die Aufmerksamkeit von Bürgerinnen und Bürger." Viele der auch überörtlich agierenden Täter gingen der Polizei Münster nur deshalb ins Netz, weil sie entsprechende und gute Hinweise aus der Bevölkerung erhielt. "Lieber einmal zu viel anrufen und verdächtige Beobachtungen mitteilen," ermutigt Kratz, "als zu zögerlich oder gar nicht handeln" Eine weitere wichtige Komponente im Kampf gegen den Fahrraddiebstahl sind die Fahrradhalterdatei und die Registrierung der Fahrräder bei der Polizei oder über einen autorisierten Zweiradhändler. Das Polizeipräsidium setzte auch in diesem Jahr ihre Kampagne mit dem Titel: "Meins bleibt meins" fort. Im letzten Jahr konnten ca. 15.000 Fahrräder in der Fahrradhalterdatei neu erfasst werden. Mit Hilfe dieser Datei können Beamte bei Überprüfungen nicht nur schnell klären, ob der Fahrer das Rad rechtmäßig nutzt, sie können auch aufgefundene Räder schnell wieder an den Besitzer zurückgeben.
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