POL-KS: Kassel: Angemeldete Studentendemo verlief weitgehend friedlich; beim Abmarsch kam es zu vereinzelten Zwischenfällen mit der Polizei

    Kassel (ots) - "Die offiziell angemeldete Studentendemonstration gegen die Einführung von Studiengebühren aus Anlass der heute in den Kasseler Messehallen tagenden Regionalkonferenz der CDU verlief lautstark aber weitgehend friedlich", so die erste Einschätzung von Kriminaldirektor Norbert Berndt, dem Leiter des polizeilichen Einsatzes. Zwei Studenten im Alter von 23 und 24 Jahren aus Fulda mussten jedoch nach Versuchen, auf das Veranstaltungsgelände zu gelangen, von den Einsatzkräften vorübergehend in Gewahrsam genommen werden. Sie wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen gegen 21 Uhr wieder entlassen. "Zu vereinzelten Auseinandersetzungen mit unseren Einsatzkräften kam es erst nach dem offiziellem Veranstaltungsende", so der Polizeiführer.

    Um kurz vor 20 Uhr hatte der verantwortliche Anmelder des AStA die Demonstration gegenüber der Polizei offiziell für beendet erklärt. Daraufhin löste sich die Demonstration vor dem Haupttor der Messehallen auf. Da die meisten der Versammlungsteilnehmer aber wieder Richtung Kasseler Innenstadt mussten, bildete sich ein spontaner Demonstrationszug von etwa 300 Studenten, der sich zunächst friedlich in Richtung Damaschkebrücke bewegte. Unruhe kam auf, als der Zug von den eingesetzten Polizeikräften über den Auedamm in Richtung Innenstadt und zum Bahnhof geleitet werden sollte. Dies wollte ein Handvoll zum teil vermummter Demonstranten offenbar so nicht akzeptieren. Sie gingen aggressiv auf die Polizeibeamten zu und versuchten, irgendwie durch die Polizeikette in Richtung Frankfurter Straße zu gelangen. Dabei kam es in drei Fällen zu Abwehrschlägen mit dem Schlagstock und Pfeffersprayeinsatz. Ein 22-jähriger Student aus Fulda wurde wegen versuchter Körperverletzung festgenommen. Auch er befindet sich nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freiem Fuß.

    Auf zwei Routen wurden die Studenten von Polizeikräften in die Innenstadt geleitet. An der Kreuzung Frankfurter Straße / Heinrich-Heine-Straße kam es kurzzeitig zu Behinderungen als einige Studenten versuchten, eine Sitzblockade zu organisieren. Dann ging es weiter über den Weinberg in Richtung Innenstadt. Auf dem Königsplatz wanderten um 22 Uhr rund 150 Demonstranten Richtung Hauptbahnhof ab, um die letzten Züge Richtung Marburg bzw. Fulda zu erreichen. Eine kleine Gruppe zog noch weiter in Richtung Holländischer Platz, wo sich gg. 22.30 Uhr die restlichen Personen ohne weitere Zwischenfälle zerstreuten.

    Wolfgang Jungnitsch Erster Kriminalhauptkommissar


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