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POL-MS: Face to face Münster-Hafen, 16.11.2005,

    Münster (ots) - Das Leben eines Jungbullen ist nicht unbedingt spannend. Er dient dem Landwirt zur Aufrechterhaltung seines Viehbestandes, eventuell Sex auf Bestellung mit Partnerinnen, die er sich nicht selbst aussuchen kann, frisst sich tagein tagaus fett und landet früher oder später auf dem Tisch, um verspeist zu werden.

    Am Mittwochvormittag (16.11.2005) wollte ein etwa 300 kg schwerer Jungbulle seinem so vorbestimmten Leben vermutlich eine radikale Wendung geben. Als sich vor der Viehhalle der Halle Münsterland die Ladeklappe seines Viehanhängers öffnete, fasste er sich ein Herz und setzte zum Spurt an. Über den Hawerkamp und den Albersloher Weg flüchtete er ins Hafenviertel.

    Doch wie so oft im Leben: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Die alarmierten Polizisten waren mit seinem "Bummel durchs Hafenviertel" nicht einverstanden. Zumal sich der Jungbulle bei der Überquerung des Albersloher Wegs nicht verkehrsgerecht verhalten hatte.

    Fünf Streifenwagenbesatzungen und ein Motorradpolizist rückten an, um ihm den Fluchtweg zu versperren. Schließlich gelang es einer Streifenwagenbesatzung, das Tier am Halfter zu fassen und den Kopf durch das geöffnete Fenster in den Streifenwagen zu ziehen. Eigentlich wollten die zwei Beamten nun auf Verstärkung und den Viehanhänger warten, wäre da nicht ein hilfsbereiter Passant gekommen. Der erschreckte den Bullen wohl, so dass dieser sich losriss und das Katz und Mausspiel - Pardon, das Polizisten - Bullenspiel, fortgesetzt werden musste. Mit Hilfe der inzwischen eingetroffenen Verstärkungskräfte und einem Tierarzt wurde die Lage bereinigt. Die Spritze des Tierarztes beruhigte nicht nur den Jungbullen sondern auch die Situation. Per Viehanhänger ging es dann zur Halle Münsterland.

    Die Bilanz; Ein nur kurzer Ausflug in die große, weite Welt und eine verbeulte Beifahrertür eines Streifenwagens.


ots Originaltext: Polizei Münster
Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=11187

Rückfragen bitte an:

Polizei Münster
Pressestelle
Markus Kuhlmann
Telefon: 0251-275 1010