POL-HEI: Motiv für Brandstiftung weitgehend unbekannt
Heide (ots) - Weitergehende Ermittlungen der Kriminalpolizei haben bisher kein Motiv für die Brandstiftung in einem kombinierten Wohn- und Geschäftshaus in der Bahnhofstraße in Burg am Silvesterabend ergeben. Bekanntermaßen war von den Bewohnern des Hauses, einer fünfköpfigen irakischen Familie, die schon seit vielen Jahren in Deutschland lebt gegen 20.15 Uhr Qualm im Flurbereich gesehen worden. Alle 5 Bewohner der Wohnung im Oberschoß konnten sich ins Freie retten und wurden zunächst durch das DRK in Räumen des Hauses "Sonnenschein" in Burg untergebracht. Der irakische Familienvater ist seit über einem Jahr Eigentümer des Gebäudes. Der Umbau der Räumlichkeiten im Erdgeschoß zu 2 kleineren Geschäften sollte erfolgen. Erste Ermittlungen hatten ergeben, dass von Unbekannten eine kleine Scheibe eines Fensters zum Heizungsraum an der nördlichen Gebäudeseite zertrümmert worden war. Durch diese Öffnung wurde offensichtlich ein Brandsatz in Form einer Flasche mit offfensichtlich brennbarer Flüssigkeit in den Raum geworfen. Dadurch wurden zunächst dort gelagerte Baumaterialien entzündet, die von der Feuerwehr schnell abgelöscht werden konnten. Da das Feuer schnell entdeckt und auch schnell abgelöscht werden konnte, hielt sich der Sachschaden in Grenzen. Er wird auf ca. 5000,-EUR geschätzt. Die Kriminalpolizei Brunsbüttel erklärt, dass es zur Zeit keine konkreten Anhaltspunkte dafür gibt, dass mit der Tat ein gezielter Anschlag auf die irakische Familie ausgeführt werden sollte. Die Familie ist nach eigenen Angaben bisher noch nicht belästigt oder angefeindet worden. Ein Kriposprecher sagte weiter, dass es zur Zeit auch nicht ausgeschlossen ist, dass es sich bei der Tat auch nur um einen natürlich weitaus überzogenen " Dumme-Jungen-Streich" handeln könnte, zumal die Tat auch noch am Silvesterabend passierte. Weiterhin ist auch daran gedacht worden, dass der oder die Täter eventuell den Ausbau der Räume zu Geschäften verhindern wolle. Auch hierfür, so der Kriposprecher, gibt es keinerlei Anhaltspunkte. Die Spurensuche am Brandort ist am Freitagvormittag zusammen mit Spezialisten der Kriminalpolizei noch einmal intensiviert worden. Beweismittel, die jedoch durch die hohe Hitzeentwicklung nur noch eingeschränkt zu untersuchen sind, wurden dabei sichergestellt. Als völlig haltlos bezeichnet die Kriminalpolizei die Gerüchte, bzw. Veröffentlichungen, dass eine angebliche Beschlagnahme des Döner- Imbisses in Burg mit der Tat im Zusammenhang steht. Offenbar hat ein "Scherzbold" ein Bewschlagnahmeschild inder Silvesternacht am Brandort beseitigt und dieses am Döner-Geschäft befestigt. Hierdurch sind offensichtlich heftige Irritationen entstanden. Ein Zusammenhand mit der Brandstiftung ist also definitiv nicht gegeben, so der Kriposprecher. Die Polizei ist bei ihren Ermittlungen auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen und fragt, wer gegen 20.00 Uhr oder kurz danach entsprechende Beobachtungen zwischen den Gebäuden Bahnhofstr. 4 ( ehemals Gemüsegeschäft Kuhrt) und dem Gebäude der Raiffeisenbank gemacht hat. Hinweise nehmen die KripoBrunsbüttelunter Telefon 04852/60240 oder die Polizeistation Burg Telefon 04825/2310 entgegen.
Bartsch, EKHK
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