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Protein-Shakes enthalten oft zu wenig Eiweiß

"Viele Protein-Shakes enthalten zu wenig hochwertiges Eiweiß, dafür aber ordentlich Zucker", so der Ernährungsmediziner und Internist Dr. Hardy Walle. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/9738 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: ...

Kirkel (ots) - Immer mehr Menschen möchten weniger Kohlenhydrate, aber mehr Eiweiß zu sich nehmen, um schlank zu werden oder zu bleiben - und greifen deswegen zum praktischen Protein-Shake. Doch viele Produkte enthalten zu wenig oder nur minderwertiges Eiweiß, dafür aber viel Zucker. Ein Blick auf die Zutatenliste zeigt, ob ein Shake halten kann, was er verspricht.

"Eiweiß ist derzeit der Shootingstar unter den Nährstoffen", so der Arzt und Ernährungsmediziner Dr. med. Hardy Walle. Weil eine hohe Eiweißzufuhr im Alltag oft nicht leicht umzusetzen ist, greifen immer mehr Figurbewusste zu praktischen Eiweiß-Shakes. "Im Hinblick auf eine ausreichende Proteinzufuhr ist das eine gute Wahl - vor allem, wenn der Shake das Frühstück ersetzt", so Walle. Denn durch das Eiweiß wird die nächtliche Fasten- und Fettverbrennungsphase nicht unterbrochen, sondern auf 12 bis 16 Stunden verlängert. Das begünstigt einen gesunden Stoffwechsel und schmeichelt der Figur. Studien zeigen außerdem, dass der Protein-Kick am Morgen die Kalorienaufnahme während des gesamten Tages reduziert. Es wird also fast "automatisch" weniger gegessen.

Eiweiß ist nicht gleich Eiweiß

Voraussetzung für die positiven Effekte ist laut Walle jedoch, dass das Produkt hochwertig zusammengesetzt ist. In diesem Fall steht Molkenprotein in der Zutatenliste an erster Stelle. Das vielfach eingesetzte Sojaprotein habe im Gegensatz dazu keinen entfettenden Effekt auf die Leber. Außerdem wird es vom Körper schlechter verwertet, so dass Muskelwachstum beziehungsweise Muskelerhalt geringer ausfallen. Soja ist deshalb dem Ernährungsmediziner zufolge nur zweite Wahl, wenn - aus welchen Gründen auch immer (Umwelt, Vegetarier, Veganer etc.) - auf Molkeneiweiß verzichtet werden soll.

Viele im Handel, online oder in Apotheken erhältliche Eiweiß-Shakes enthalten außerdem deutlich zu viele Kohlenhydrate. Damit wird der erwünschte Effekt nach Walles Angaben ins Gegenteil verkehrt. Da der Shake in den meisten Fällen eine Mahlzeit ersetzt, sollte er auch entsprechend konzipiert und zugelassen sein. Voraussetzung dafür ist neben den Inhaltsstoffen Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett auch ein bestimmter Gehalt an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und Ballaststoffen. Ob ein Produkt diese Voraussetzungen erfüllt, ist an der Auszeichnung als Mahlzeitenersatz ("Mahlzeit für eine gewichtskontrollierende Ernährung") zu erkennen.

"Am besten, Sie checken vorher gründlich, was Ihr Shake kann und was nicht. Ein Blick auf die Zutatenliste genügt", so Walle.

Ein hochwertiger Eiweiß-Shake erfüllt folgende Kriterien:

1. Molkenprotein steht auf der Zutatenliste an der ersten Stelle
2. Der Eiweißanteil liegt über 60 Prozent
3. Der Kohlenhydratanteil liegt unter 10 Prozent (Zuckeranteil unter
   5 Prozent)
4. Das Produkt enthält Vitamine, Mineralien und Spurenelemente (jede
   Portion sollte den täglichen Bedarf mindestens zur Hälfte decken)
   sowie Ballaststoffe
5. Das Produkt ist als Mahlzeit für eine gewichtskontrollierende
   Ernährung nach §14a der Diätverordnung zugelassen 

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