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Software aus der Steckdose
ASP lässt noch viele Fragen offen

    Hannover (ots) - Das leihweise Bereitstellen von Anwendungssoftware über das Internet gilt als neuer Trend im IT-Bereich. Während die Anbieter von Application Service Providing (ASP) jubeln, reagieren die potenziellen Kunden eher verhalten, berichtet das IT-Profimagazin iX in seiner aktuellen Ausgabe 01/2001.

    Application Service Providing ist ein erst durch das Internet
entstandenes Geschäftsfeld. In den USA ist ASP längst zum Modewort
der IT-Branche geworden, nun schwappt diese Welle nach Europa über.
Analysten prophezeien bis zum Jahr 2005 weltweite Wachstumsraten
zwischen 50 und 160 Prozent. Allein in Europa soll der ASP-Markt bis
2004 ein Volumen von 1,5 Mrd. Dollar erreichen. An entsprechenden
Konzepten arbeiten derzeit Branchengrößen wie Cisco, Fujitsu Siemens
und Microsoft.
    
    Geht es nach den Vorstellungen der Computerindustrie soll man
Anwendungsprogramme künftig nicht mehr komplett auf CD-ROM kaufen,
sondern je nach Bedarf gegen Miete aus dem Internet laden. Allerdings
lässt dieses Konzept noch viele Fragen offen. Neben technischen
Problemen wie der firmenspezifischen Konfiguration ist beispielsweise
unklar, ob etwa die Miete für eine Buchhaltungssoftware nach
Benutzungsdauer oder nach der Zahl der Buchungen berechnet wird. Auch
Haftungsfragen und die Vertragsbindung sind ungeklärt. "Ratsam ist,
nur Verträge abzuschließen, aus denen man möglichst schnell und
ungeschoren wieder herauskommt", empfiehlt iX-Redakteur Jürgen
Diercks.
    
    Skeptisch ist iX auch, was die Akzeptanz der Anwender für ein
derart ungewohntes Geschäftsmodell angeht. Application Service
Provider versprechen vor allem kleinen und mittleren Firmen
effiziente Nutzung von Teilbereichen der riesigen Softwarepakete, und
dass ohne aufwändige Installation vor Ort. Einen greifbaren Vorteil
jedoch hätten erst einmal nur die IT-Firmen, die die technische
Infrastruktur für ASP bereitstellen. "Wie beim Goldrausch im Wilden
Westen verdient derjenige am besten, der die Schaufeln im Angebot
hat", so die Einschätzung des iX-Experten Diercks.
    
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