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Monopoly: Ausnahme wird die Regel
Das beliebteste Brettspiel der Deutschen wird überwiegend falsch gespielt
Zukünftige Monopoly-Ausgaben enthalten die fünf weltweit beliebtesten Hausregeln

Monopoly: Das beliebteste Brettspiel der Deutschen wird überwiegend falsch gespielt. Wie eine repräsentative Umfrage der GfK ergab, spielen 91 Prozent aller Deutschen Monopoly nach eigenen Hausregeln - meist ohne es zu wissen. Im Herbst 2014 erscheint eine neue Monopoly Classic Sonderausgabe, die die fünft weltweit beliebtesten Hausregeln ...

Dreieich (ots) -

Wie eine repräsentative Umfrage der GfK* ergab, spielen 91 Prozent 
aller Deutschen Monopoly nach eigenen Hausregeln - meist ohne es zu 
wissen.  

Mehr als die Hälfte aller Deutschen betrügen bei der Einkommenssteuer - zumindest bei einer Runde Monopoly. Denn wer bei seinem "Frei Parken"-Aufenthalt einen Haufen Bares aus der Spielbrettmitte klaubt, der klaut. Nach den offiziellen Monopoly-Spielregeln hätte das Steuergeld, das viele Spieler in der Spielbrettmitte horten und an den ersten "Frei Parken"-Besucher auszahlen, in die Bank gehört. Auch wer direkt auf LOS landet und das doppelte Gehalt kassiert, der schummelt. Egal, ob direkt auf LOS oder nur am Feld vorbei gezogen: Es bleibt bei einem Gehalt. Und dies sind nur die zwei meistgespielten von zahlreichen Spielregelverstößen, die sich im Laufe der 79-jährigen Geschichte des Spieleklassikers als sogenannte "Hausregeln" festgesetzt haben. Wie eine aktuelle Umfrage der GfK* im Auftrag des Spielwarenherstellers Hasbro ergab, spielen 91 Prozent aller deutschen Monopoly-Spieler nach eigenen "Hausregeln" - die meisten allerdings, ohne sich dessen bewusst zu sein. Mit mehr als 95 Prozent gaben nahezu alle befragten Monopolisten an, das Regelwerk zu kennen - doch der überwiegende Teil irrte. Gerade einmal acht Prozent der Spieler wussten, dass ihre Familienregeln nicht Teil des offiziellen Regelheftes sind. Die eigenen Regelvariationen sind bei kaum einem anderen Spiel so zur Tradition geworden wie bei Monopoly, weiß auch der Spieleexperte und Mitbegründer des Spiel des Jahres e.V. Tom Werneck: "Monopoly ist ein derart universelles und anpassungsfähiges Spiel, dass es auch bei deutlichen Änderungen der Regeln wunderbar funktioniert. Kein Wunder, dass sich Spieler immer wieder neue Spielvarianten ausdenken - die dann, wenn sie sie öfter gespielt haben, zu unverbrüchlichen 'Hausregeln' werden."

"Doppeltes Gehalt" vor "Einkommenssteuerbetrug"

Neben der großen Verbreitung der Hausregeln ermittelte die Nürnberger GfK auch die beliebtesten Spielregelverstöße. Platz Eins belegte "Direkt auf LOS, doppeltes Gehalt!" gefolgt von "Frei Parken, freies Cash".

Die Top 6 der in Deutschland meistgespielten Monopoly 
Spielregelverstöße listeten die Nürnberger Marktforscher:

Platz 1: 
57,5% aller Monopoly-Spieler ziehen doppeltes Gehalt ein, wenn sie 
direkt auf LOS landen.
Offizielle Monopoly-Spielregel: Auch auf LOS gibt es nur einfaches 
Gehalt.

Platz 2: 
53,3% aller Monopoly-Spieler sammeln Steuergelder in der 
Spielbrettmitte und zahlen diese auf "Frei Parken" wieder aus.
Offizielle Monopoly-Spielregel: Steuerzahlungen werden in die Bank 
eingezahlt. Auf "Frei Parken" passiert nichts.

Platz 3: 
52,4% aller Monopoly-Spieler beginnen erst mit dem Bauen von Häusern 
und Hotels, wenn sämtliche Grundstücksfelder verkauft sind.
Offizielle Monopoly-Spielregel: Grundstücke dürfen in dem Moment 
bebaut werden, in der ein Spieler alle Grundstücke einer Farbgruppe 
besitzt. 

Platz 4: 
51,8% der Monopoly-Spieler kassieren keine Miete, wenn sie im 
Gefängnis sitzen.
Offizielle Monopoly-Spielregel: Auch im Gefängnis erhält man Miete, 
darf Grundstücke von Mitspielern kaufen/an Mitspieler verkaufen sowie
Häuser und Hotels bauen. 

Platz 5: 
35,9% der Monopoly-Spieler bebauen die Grundstücke, wie sie möchten. 
Auch mehrere Hotels pro Grundstück sind erlaubt.
Offizielle Monopoly-Spielregel: Es gilt der Grundsatz der 
gleichmäßigen Bebauung aller Grundstücksfelder einer Farbgruppe. Bei 
Häusern gilt: Es muss auf jedem Grundstück die gleiche Anzahl an 
Häusern stehen, bevor man auf einer anderen Straße der Farbgruppe ein
weiteres Haus bauen darf. Auf einer Straße darf max. ein Hotel 
stehen.

Platz 6: 
27,8% der Monopoly-Spieler geben Mitspielern Kredite oder stunden 
Mietzahlungen.
Offizielle Monopoly-Spielregel: Ist ein Mitspieler zahlungsunfähig, 
geht er bankrott und scheidet aus dem Spiel aus. 

Facebook-Monopoly Community wählt die fünf beliebtesten Hausregeln für eine neue Monopoly-Ausgabe

Der Spielwarenhersteller Hasbro gab Fans auf der ganzen Welt vom 25. 
März bis zum 3. April die Gelegenheit, ganz offiziell die "Regeln zu 
brechen", indem er auf der Facebook-Monopoly Seite des sozialen 
Netzwerks die weltweit beliebtesten Hausregeln sammelte und zur 
Abstimmung stellte. Die fünf beliebtesten Regelverstöße werden jetzt 
als optionale Spielregelvariationen in künftige Monopoly-Ausgaben 
übernommen. Neben den deutschen Ergebnissen kamen auch international 
gängige Regelverstöße in die Abstimmung. Die Monopoly 
Hausregel-Edition wird in Deutschland im Herbst des Jahres erscheinen
und zusätzlich spezielle goldfarbene Häuser und Spielkarten 
enthalten.  

Diese fünf neuen Monopoly-Hausregeln werden ab Herbst in das offizielle Monopoly Spielregelheft übernommen

1.Keine Mieteinnahmen für Spieler, die im Gefängnis sitzen.
2.Doppeltes Gehalt auf dem LOS-Feld.
3.Grundstücke dürfen erst gekauft werden, wenn man nach einer Runde 
das erste Mal wieder über LOS kommt.
4.Steuergelder werden in der Spielbrettmitte gesammelt und an den 
nächsten "Frei Parken"-Besucher ausgezahlt.
5.Bei einem Einser-Pasch erhält man M500 aus der Bank. 

*Quelle: repräsentative GfK-Umfrage vom März 2014 mit einer Stichprobengröße von 1005 Männern und Frauen in Deutschland über 14 Jahren.

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