terre des hommes Deutschland e.V.

UN-Gipfel zur Entwicklungsfinanzierung in Monterrey/Mexiko
"Die Armut der Kinder überwinden"
terre des hommes: Zusagen der Bundesregierung reichen nicht aus

    Monterrey/Osnabrück (ots) - Der UN-Gipfel im mexikanischen
Monterrey muss klare Perspektiven bringen, um die Armut der Kinder
weltweit zu überwinden. Das bekräftigte das Kinderhilfswerk terre des
hommes zum Beginn der Konferenz am Montag. "Die Welt hat sich daran
gewöhnt, dass Millionen Kinder in Not, Gewalt und Chancenlosigkeit
aufwachsen", sagte terre des hommes-Geschäftsführer Peter Mucke in
Monterrey. Die Fakten: Nach UN-Angaben leben etwa 600 Millionen
Kinder weltweit in extremer Armut. Ihnen fehlt es an Lebensmitteln,
medizinischer Versorgung und Kleidung. 150 Millionen Kinder sind
mangelernährt; über 100 Millionen Kinder gehen nicht zur Schule - in
der Mehrzahl Mädchen. "Nur wenn es gelingt, den Kindern Hoffnung auf
eine bessere Zukunft zu geben, kann auch dem Terror auf der Welt
dauerhaft die Grundlage entzogen werden", so Mucke.
    
    Die Ankündigung der Bundesregierung zur Erhöhung der
Entwicklungshilfe begrüßte der terre des hommes-Geschäftsführer als
"winzigen, längst überfälligen Schritt in die richtige Richtung". Die
Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hatte am Wochenende
die Erhöhung der Entwicklungshilfe von derzeit 0,27 Prozent des
Bruttosozialproduktes auf 0,33 Prozent bis zum Jahr 2006 zugesagt.
Auch vom EU-Gipfel in Barcelona sowie von der US-Regierung wurden
Steigerungen bei der Entwicklungshilfe angekündigt. "Diese Zusagen
reichen aber bei weitem nicht aus, um die ‚Millenniumsziele' der UN
zu erreichen", so Peter Mucke. Schon seit dreißig Jahren gebe es die
Ankündigung der Industrienationen, jeweils 0,7 Prozent ihrer
Bruttosozialprodukte für die Entwicklungshilfe einzusetzen. "Wir
brauchen endlich einen verbindlicher Zeitrahmen zur Umsetzung dieses
Ziels", bekräftigte Mucke. Es zeichne sich aber ab, dass auch die
Konferenz in Monterrey diesen Durchbruch nicht bringen werde.
    
    Bei dem UN-"Millenniumsgipfel" im September 2000 hatten sich die
Vereinten Nationen auf das Ziel verpflichtet, die Armut auf der Welt
bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Weitere "Millenniumsziele" sehen vor,
dass alle Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser, zu Bildung und
gesundheitlicher Versorgung erhalten sollen. "Wir wissen, welche
großen Hoffnungen die Menschen in den armen Ländern mit der Konferenz
in Monterrey verbinden", so Mucke. Diese Hoffnungen dürften nicht ein
weiteres Mal enttäuscht werden.
    
    verantwortlich: terre des hommes Pressereferat
    
    Interviews mit Peter Mucke in Monterrey können vermittelt werden.
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