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terre des hommes Deutschland e.V.

Zum Internationalen Frauentag am 8. März
Frauen auf der Flucht sind besonders gefährdet

Osnabrück (ots) - Anlässlich des Weltfrauentages macht das internationale Kinderhilfswerk terre des hommes auf die besonderen Risiken für weibliche Flüchtlinge aufmerksam. Frauen und Mädchen sind auf ihrer Flucht stets der Gefahr von Übergriffen und sexualisierter Gewalt ausgeliefert. Schlepper belästigen und vergewaltigen Frauen, Schwangere und Frauen mit Babys leiden besonders unter einem Mangel an Nahrung, schlechter medizinischer und hygienischer Grundversorgung und an der Enge in überfüllten Lagern und Erstaufnahmestellen. »Der ohnehin große Stress einer Flucht bringt für Frauen und Mädchen zusätzliche geschlechtsspezifische Risiken mit sich«, erklärte Barbara Küppers, Kinderrechtsexpertin von terre des hommes. »Erfahrungen von Gewalt und Krieg, der Verlust der Heimat und die Risiken der Flucht belasten Frauen, dazu kommt die Sorge um die Kinder und die Angst vor Übergriffen.«

terre des hommes fordert die Regierungen und Behörden entlang der Transitrouten und in Aufnahmeländern auf, bei der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen den Bedürfnissen von Frauen und Mädchen größere Aufmerksamkeit zu widmen und dafür zu sorgen, dass ihnen in den Lagern und Unterkünften geschützte Räume zur Verfügung stehen. »Unsere besondere Sorge gilt Mädchen, die allein fliehen. In Deutschland sind etwa zehn Prozent der unbegleiteten Minderjährigen Mädchen«, so Barbara Küppers. »Sie fliehen vor Krieg und Gewalt, aber auch vor Zwangsheiraten, Zwangsprostitution oder Gewalt in der Familie. Gerade diese Mädchen brauchen besonderen Schutz und psychosoziale Unterstützung.«

terre des hommes schützt und betreut gemeinsam mit den europäischen terre de hommes-Schwesterorganisationen weltweit 400.000 Flüchtlingskinder, etwa im Nahen und Mittleren Osten und in Aufnahmelagern in Sizilien. In Deutschland fördert terre des hommes psychosoziale Hilfen in Erstaufnahmeeinrichtungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und finanziert Traumatherapien sowie Sprachkurse und Integrationshilfe in Schulen und Kindergärten. Darüber hinaus sind in 30 Städten und Gemeinden ehrenamtliche terre des hommes-Mitglieder aktiv in der Flüchtlingshilfe, so zum Beispiel in Berlin, Hamburg, Hagen, Aachen, München, Weiden, Oberhausen, Siegen, Dortmund und Bremen.

Pressekontakt:

Für Rückfragen und Interviews: Wolf-Christian Ramm, Telefon 01 71 / 6
72 97 48, E-Mail c.ramm@tdh.de
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