terre des hommes Deutschland e.V.

17.-20. Dezember in Yokohama: 2.Weltkongress gegen kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern
Entschiedener Kampf gegen den Handel mit Kindern
Immer jüngere Opfer werden skrupellos vermarktet

    Yokohama/Osnabrück (ots) - Das Geschäft mit der Ware Kind blüht. »Hunderttausende Kinder, zumeist Mädchen, aber auch Jungen werden allein in Asien jährlich verkauft: in Bordelle und an Zuhälter, die nur daran interessiert sind, den maximalen Gewinn aus ihren Körpern zu ziehen.« Dies erklärt Boris Scharlowski vom Kinderhilfswerk terre des hommes. Als Koordinator der Internationalen Kampagne gegen Kinderhandel nimmt er am "Zweiten Weltkongress gegen die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern" teil, die am Montag in Japan beginnt. Die Opfer des Kinderhandels, so Scharlowski, sind in manchen Fällen nicht einmal zehn Jahre alt: "Sie werden vermarktet, versklavt und ausgebeutet und bezahlen die jahrelange Tortur nicht selten mit ihrem Leben."

    Der Handel mit Kindern wird ein zentrales Thema der Konferenz in Yokohama darstellen. terre des hommes hat mit seiner im Herbst gestarteten Kampagne den Kampf gegen dieses skrupellose Geschäft aufgenommen: Informations- und Aufklärungsarbeit sowie Projekte in vielen Ländern der Welt sollen Mädchen und Jungen vor Ausbeutung bewahren. terre des hommes setzt sich außerdem auf politischer Ebene für einen besseren rechtlichen Schutz von Kindern ein. "Wir begrüßen daher, dass auf internationaler Ebene zunehmend die dramatische Dimension des Problems erkannt wird. Staaten müssen stärker als bisher dafür sorgen, dass internationale Abkommen zum Schutz von Kindern konsequent umgesetzt und angewandt werden. Nur so können Kinder wirksam geschützt und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden", erklärt Scharlowski. Mädchen und Jungen werden jedoch nicht nur sexuell ausgebeutet: "Auch der Verkauf von Kindern als Arbeitssklaven, Bettler oder zur kommerziellen Adoption muss entschieden bekämpft werden."

    Ein Thema, das seit dem ersten Weltkongress gegen sexuelle
Ausbeutung 1996 in Stockholm an Bedeutung gewonnen hat, ist die
Pornografie mit Kindern im Internet. »In diesem Bereich hat sich
international die Lage weiter verschlimmert. Es gibt immer mehr Filme
und Fotos, die über das Internet verfügbar sind und mit denen
Syndikate ihr Geld machen«, erläutert Christa Dammermann von terre
des hommes. Sie gehört als Projektleiterin zur deutschen Delegation
in Yokohama, die von Bundesjugendministerin Dr. Christine Bergmann
angeführt wird.  
    
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Für Rückfragen:
terre des hommes-Pressereferat
Stephan Stolze
Telefon 0541/7101-124
oder Claudia Berker (Kinderhandel)
Telefon 0541/7101-111 oder 0171/6729748.

Interviews mit Dr. Boris Scharlowski und Christa Dammermann können
nach Absprache vermittelt werden.

Weitere Informationen: www.tdh.de

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