terre des hommes Deutschland e.V.

17. bis 20. Dezember: Weltkongress in Yokohama
Gegen kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern
terre des hommes gehört zur deutschen Delegation

Osnabrück (ots) - Der Kampf gegen die sexuelle Gewalt an Kindern soll weltweit intensiviert werden. Diesem Ziel widmet sich der "Zweite Weltkongress gegen die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern", der vom 17. bis zum 20. Dezember im japanischen Yokohama stattfinden wird. Vertreter von Regierungen und Organisationen aus aller Welt werden über Maßnahmen gegen den internationalen Kinderhandel, die Kinderprostitution und die Kinderpornografie beraten. Der Kongress wird prüfen, wie weit der internationale Aktionsplan von Stockholm umgesetzt wurde; wo 1996 die erste Weltkonferenz gegen die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern stattfand. Daneben wird es in Japan auch darum gehen, neue Wege zum Kinderschutz zu identifizieren. Die deutsche Delegation wird angeführt von der Bundesjugendministerin Dr. Christine Bergmann. Sie wird begleitet von Expertinnen und Experten verschiedener Fachorganisationen: Ursula Enders von "Zartbitter e.V"., Kai Sachs von der Organisation "Widerspruch", außerdem zwei Jugendvertreterinnen sowie Christa Dammermann vom Kinderhilfswerk terre des hommes in der Projektleitung. "Fünf Jahre nach Stockholm gibt es endlich erste Erfolge im Kampf gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern", meint Christa Dammermann. "122 Staaten haben damals die Abschlusserklärung unterzeichnet und sich damit verpflichtet, gegen dieses Verbrechen an Kindern vorzugehen. Allerdings kann bisher nur etwa ein Drittel dieser Staaten einen nationalen Aktionsplan vorweisen. Dennoch hat es seit Stockholm wichtige neue Gesetze und internationale Abkommen gegeben, Netzwerke und Hilfsprojekte für Kinder sind neu entstanden, und die Weltöffentlichkeit wurde für das Problem weiter sensibilisiert." Auf der anderen Seite jedoch habe sich der Markt für die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern dynamisch entwickelt: »Die Nachfrage nach Kindern im Tourismus wächst weiter. Immer mehr organisierte Schlepperbanden und Händlerringe operieren international. Kinder werden systematisch verschleppt und in die Prostitution gezwungen oder in der Produktion, der Verbreitung und dem Handel mit Kinderpornografie ausgebeutet. Kein Land der Welt bleibt von diesem kriminellen Geschäft unberührt." terre des hommes setzt sich seit Jahren mit Kampagnen und Hilfsprojekten gegen die sexuelle Gewalt an Kindern ein. Im September 2001 startete terre des hommes eine internationale Kampagne unter dem Motto "Stoppt Kinderhandel!". Der Leiter der Kampagne, Boris Scharlowski, wird sich in Yokohama für eine bessere internationale Zusammenarbeit gegen den Handel mit Kindern einsetzen. "Wir brauchen eine wirksamere Verfolgung der Täter, einen besseren Schutz und Hilfen für die betroffenen Kinder und eine weltweite Mobilisierung der Öffentlichkeit gegen den täglichen Skandal des Kinderhandels. Hier erhoffe ich mir von der Konferenz in Japan wichtige Impulse", so Scharlowski vor seinem Abflug nach Yokohama. ots Originaltext: terre des hommes Deutschland e.V. Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de verantwortlich: terre des hommes-Pressereferat Rückfragen an Christa Dammermann oder Boris Scharlowski richten Sie bitte an die terre des hommes-Pressestelle, Stephan Stolze, Telefon: 05 41/7101-124 Original-Content von: terre des hommes Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell

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