terre des hommes Deutschland e.V.

terre des hommes-Geschäftsführerin ist Richterin bei attac-Bankentribunal (mit Bild)
Bankenkrise demokratisch aufarbeiten und Verantwortliche in die Pflicht nehmen!

terre des hommes-Geschäftsführerin ist Richterin bei attac-Bankentribunal (mit Bild) / Bankenkrise demokratisch aufarbeiten und Verantwortliche in die Pflicht nehmen!
Danuta Sacher, Geschäftsführerin des Kinderhilfswerks terre des hommes / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/terre des hommes Deutschland e.V."

Osnabrück (ots) - Vom 9. bis 11. April führt attac Deutschland ein Bankentribunal in Berlin durch. Die Ursachen der Finanzkrise, die Umstände der finanziellen Rettungsmaßnahmen und die mögliche Anbahnung neuer Krisen sollen öffentlichkeitswirksam beleuchtet werden. Danuta Sacher, Geschäftsführerin des internationalen Kinderhilfswerks terre des hommes, hat die Einladung zum Richteramt angenommen, gemeinsam mit dem hessischen Sozialrichter Jürgen Borchert, dem Wirtschaftswissenschaftler Karl Georg Zinn, der Journalistin Ulrike Herrmann und dem Wirtschaftsethiker Friedhelm Hengsbach.

»Das attac-Bankentribunal ist ein wichtiges Forum, um die Bankenkrise aus der Perspektive der normativen Gebote von Grundgesetz und Menschenrechten aufzuarbeiten. Finanzpolitik muss sich an den Werten und Zielen einer demokratisch verfassten Gesellschaft messen lassen, das schließt die entwicklungspolitische Dimension ein«, erläutert Danuta Sacher. So warne ein gerade von der Entwicklungskommission des Europäischen Parlaments veröffentlichter Bericht, dass infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise für viele Entwicklungsländer ein ganzes Jahrzehnt des Kampfes gegen Armut und Ausgrenzung hinfällig werden könnte. Die Rohstofferlöse der Entwicklungs- und Schwellenländer brachen um mehr als 20 Prozent ein, allein das Gesamthandelsvolumen Afrikas ging um 17 Prozent zurück. »Aus der Realität unserer Projektarbeit wissen wir, dass sich hinter diesen dürren Zahlen dramatische Schicksale und die verlorene Zukunft von Millionen Kindern verbergen. Wo durchschnittlich 80 Prozent des Einkommens für Nahrung ausgegeben werden müssen, bedeuten jede Preissteigerung und jeder Lohnverlust unmittelbar weniger Essen und weniger Medizin«, so Danuta Sacher. Deutschland sei als einer der stärksten »global players« gefordert, auch bei der Krisenbewältigung seine globale Verantwortung wahrzunehmen. Die ärmsten Länder benötigten verlässliche Investitionen in Bildung, Gesundheit, bäuerliche Landwirtschaft und armutsorientierte Infrastruktur. Dafür bedürfe es gerade in der weltweiten Krise zusätzlicher Mittel. Um diese aufzubringen, sei auch eine Finanztransaktionssteuer ein überfälliges Instrument. »Wir müssen endlich bei der Krisenbewältigung das Verursacherprinzip anwenden und nicht nur einen Schutzschirm für Banken, sondern auch einen Schutzschirm für Kinder aufspannen, der ihnen die Chance auf eine menschenwürdige Zukunft ermöglicht«, so Sacher.

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terre des hommes-Pressereferat,, Wolf-Christian Ramm,
Tel.: 05 41 / 71 01-158,
eMail: c.ramm@tdh.de

Weitere Informationen:

www.tdh.de/Schutzschirm und www.attac.de/bankentribunal
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