Sartorius AG

Sartorius zieht sehr positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2001

Göttingen (ots) - Sperrfrist: 24. April 2002 bis 13:00 Uhr * Erstmals Konzernjahresabschluss nach IAS * Umsatz und Auftragseingang erreichen Rekordmarken * EBITDA ebenfalls auf historischem Höchststand * EBIT um 83 Prozent über Vorjahreswert (bereinigt sogar um 119 Prozent verbessert) * Konzernjahresüberschuss (nach Anteilen anderer Gesellschafter ) um 222 Prozent gestiegen * "Froh und stolz, aber noch lange nicht zufrieden" * Massive Investitionen in die Zukunft * Im 1. Quartal 2002 fortgesetztes Umsatzwachstum * Positiver Ausblick Das Jahr 2001 war für den Sartorius-Konzern außerordentlich erfolgreich: Die verbesserte strategische Position und die hohe Innovationsgeschwindigkeit führten zu einer deutlichen Umsatz-, Auftrags-eingangs- und Ergebnissteigerung in einem insgesamt schwierigen wirtschaft-lichen Umfeld. Der Konzernjahresabschluss 2001 wurde im Sinne verstärkter Aktionärs- und Kapitalmarktorientierung erstmalig gemäß den International Accounting Standards (IAS) aufgestellt. Konzernergebnis Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) nach IAS erhöhte sich um 35 Prozent auf 33,9 Mio. EURO (Vorjahr: 25,0 Mio. EURO) und erreichte damit ein neues Rekordniveau. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) stieg um 83 Prozent auf 13,8 Mio. EURO (Vorjahr: 7,5 Mio. EURO). Das um Sondereffekte bereinigte EBIT verbesserte sich sogar um 119 Prozent auf 17,5 Mio. EURO (Vorjahr: 8,0 Mio. EURO). Die Sondereffekte resultieren aus den erheblichen Vorleistungen in Höhe von 3,7 Mio. EURO zum Ausbau des Geschäftsbereiches Vivascience/Biolab innerhalb der Sparte Biotechnologie - größerenteils einmalige Projektkosten zur Vorbereitung des Börsenganges der Vivascience AG. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 8,5 Mio. EURO (Vorjahr: 4,9 Mio. EURO). Der Konzernjahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter erhöhte sich 2001 gegenüber dem Vorjahr sogar um 222 Prozent auf 3,0 Mio. EURO (Vorjahr: 0,9 Mio. EURO). Die Umsatzrendite (Konzern EBIT in Prozent vom Umsatz) erreichte im Berichtsjahr 3,1 Prozent (Vorjahr: 1,8 Prozent) und auf bereinigter Basis (s.o.) 3,9 Prozent (Vorjahr 1,9 Prozent). Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 260 Prozent auf 0,18 EURO (Vorjahr: 0,05 EURO). "Nach meinem persönlichen Empfinden ist dies eine mehr als erfreuliche Ergebnisentwicklung, vor allem vor dem Hintergrund unseres sehr schwierigen Starts in das Jahr 2001 sowie der besonderen strukturellen Anstrengungen, die im Jahre 2001 vor uns lagen, wie auch vor dem Hintergrund der Weltkonjunktursituation sowie des negativen Ergebnistrends bei vielen großen Industrieunternehmen. In jedem Falle ist die Entwicklung allein schon insofern erfreulich, als trotz schwieriger Rahmenbedingungen unsere Wachstums- und Ertragsziele in Summe übertroffen worden sind," betonte hierzu Prof. Dr. Utz Claassen, Vorsitzender des Vorstandes der Sartorius AG. Umsatz und Auftragseingang Der Sartorius-Konzern hat im Jahr 2001 seinen Umsatz um 9 Prozent auf ein erneutes Rekordniveau von 449,3 Mio. EURO gesteigert (Vorjahr nach IAS: 414,1 Mio. EURO). Somit hat der Konzern seinen Umsatz innerhalb der letzten fünf Jahre mehr als verdoppelt. Bereinigt um Wechselkurseffekte ist der Umsatz um 8 Prozent gestiegen. Der Auftragseingang stieg im Jahr 2001 um 10 Prozent auf 481,0 Mio. EURO. Dies verdeutlicht die starke Marktpositionierung und unterstreicht die guten Perspektiven für das Jahr 2002. Die Sparten Biotechnologie/Umwelttechnik konnten durch die anhaltend hohe Auftragssituation bei unserer Tochtergesellschaft B. Braun Biotech International (BBI) den Auftragseingang um 21 Prozent steigern. Umsatz der Sparten Der Umsatz der Sparte Mechatronik konnte im Jahr 2001 nur moderat um 1 Prozent auf 239,0 Mio. EURO (Vorjahr nach IAS: 235,7 Mio. EURO) gesteigert werden. Hier macht sich das schwache konjunkturelle Umfeld in der stärker konjunkturabhängigen Sparte Mechatronik bemerkbar. In den Sparten Biotechnologie/Umwelttechnik setzte sich der organische Wachstumstrend ungebremst fort. So stieg der Umsatz um 18 Prozent auf 210,3 Mio. EURO (Vorjahr nach IAS: 178,5 Mio. EURO). Ergebnisse der Sparten Das EBIT der Sparte Mechatronik stieg um 74 Prozent auf 8,4 Mio. EURO (Vorjahr: 4,8 Mio. EURO). Dennoch ist die Ergebnissituation aufgrund der nach wie vor zu verbessernden Nutzung von konzerninternen Synergien insbesondere in der industriellen Mechatronik noch nicht zufrieden stellend. Nach dem Erfolg der Task Force Biotechnologie wurde nun auch für die Sparte Mechatronik eine Task Force unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden eingesetzt. Zielsetzung ist hier - neben der Reduzierung der Komplexität sowie insbesondere der Verbesserung der operativen Ertragskraft - auch der weitere technologische Strukturwandel. In den Sparten Biotechnologie/Umwelttechnik erhöhte sich das EBIT um 99 Prozent auf 5,4 Mio. EURO im Jahr 2001 (Vorjahr: 2,7 Mio. EURO). Das um Sondereffekte bereinigte EBIT verbesserte sich auf 9,1 Mio. EURO. Die deutliche Ergebnisverbesserung reflektiert die zügige Wirkung des 10-Punkte-Programms der Task Force Biotechnologie sowie die schnelle Behebung der im Jahr 2000 aufgetretenen Kapazitätsprobleme. Cash-Earnings/Cashflow Die Cash-Earnings nach DVFA sind im Konzern im Vergleich zum Vorjahr (21,2 Mio. EURO) um 33 Prozent auf 28,3 Mio. EURO gestiegen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde im Jahr 2001 signifikant auf 25,6 Mio. EURO (Vorjahr: -13,8 Mio. EURO) verbessert; dabei spielte der auf -2,7 Mio. EURO (Vorjahr: -35,0 Mio. EURO) erheblich verbesserte Cashflow aus Working Capital eine wesentliche Rolle. Investitionen Konzern Die Investitionen in das Anlagevermögen erhöhten sich im Berichtszeitraum 2001 auf 76,6 Mio. EURO (Vorjahr: 34,8 Mio. EURO) und erreichten damit ein absolutes Rekordniveau. Diese massiven Investitionen in die Zukunft sind insbesondere auf das neue "Werk 2001" zurückzuführen, das am 28. September 2001 in Anwesenheit des Bundeskanzlers Gerhard Schröder offiziell eingeweiht wurde. Das Sartorius College - Symbol und Ort des Wissenstransfers des Unternehmens nach innen und außen - wurde nach nur 10-monatiger Bauzeit am 18. Dezember 2001 seiner Bestimmung übergeben. Die Investitionsquote erhöhte sich im Jahr 2001 auf 17,1 Prozent. F&E Aufwand Konzern Durch die Nutzung von Synergien im Mehrmarkenverbund konnten die F & E-Aufwendungen im Jahr 2001 um 3 Prozent auf 24,6 Mio. EURO Vorjahr: 25,5 Mio. EURO) reduziert werden. Dies entspricht 5,5 Prozent (Vorjahr: 6,1 Prozent) vom Umsatz. Mitarbeiter/-innen Konzern Im Jahresdurchschnitt waren im Berichtsjahr weltweit 3.719 Mitarbeiter/-innen (Vorjahr: 3.560), zum Stichtag 31. Dezember 2001 insgesamt 3.745 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.642) beschäftigt, davon 1.798 (Vorjahr: 1.713) in der Sartorius AG. Dividende Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 19. Juni 2002 vorschlagen, auch in diesem Jahr eine Dividende von 0,24 EURO je Stammstückaktie und 0,26 EURO je Vorzugsstückaktie auszuschütten. Der Dividendenvorschlag für das Jahr 2001 reflektiert die längerfristigen Ertragsperspektiven ebenso wie die auf Stetigkeit und Kontinuität abzielende Dividendenpolitik. 1. Quartal 2002: Umsatz- und Auftragseingang Der Umsatz des Sartorius-Konzerns stieg im 1. Quartal 2002 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (101 Mio. EURO) um 9 Prozent auf 110 Mio. EURO. Damit konnte der Wachstumsprozess in Summe erfolgreich fortgesetzt werden. Die Biotechnologie verzeichnete dabei erneut ein außerordentlich erfreuliches Wachstum, und zwar um 26 Prozent gegenüber dem Umsatz des Vorjahresquartals. Dies bestätigt die synergetische Wachstumsstrategie ebenso wie die Entscheidung, mit dem "Werk 2001" erheblich in die Kapazität der Sparte Biotechnologie zu investieren. In der Sparte Mechatronik hat sich die schwierige konjunkturelle Lage im ersten Quartal 2002 hingegen deutlich ausgewirkt. Ihr Umsatz sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 4 Prozent. Dabei hat insbesondere der Geschäftsbereich Industrielle Mechatronik die Erwartungen noch nicht erfüllt. Erstmals war im 1. Quartal 2002 damit der Umsatz in der Biotechnologie höher als der der Sparte Mechatronik. Der Auftragseingang blieb im 1. Quartal 2002 mit 117 Mio. EURO verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum (117 Mio. EURO) stabil. Dabei legte die Biotechnologie gegenüber dem Vorjahresquartal um 11 Prozent zu, die Mechatronik gab um 9 Prozent nach. Die o.g. Zahlen sind noch vorläufig. Die Bilanz- und Ergebniskennzahlen des 1. Quartals werden dieses Jahr erst Ende Mai veröffentlicht, da das Unternehmen gegenwärtig die Umstellung auf ein neues Management Informations System (MIS) vornimmt, wodurch in Zukunft für das Gesamtunternehmen eine noch höhere Transparenz und schnellere Verfügbarkeit steuerungsrelevanter Informationen gewährleistet werden soll. Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr Für das laufende Jahr 2002 hat sich der Konzern eine erneute deutliche Umsatzausweitung bei gleichzeitiger Ergebnisverbesserung zum Ziel gesetzt - dies trotz der weltweit nach wie vor schwachen Konjunkturaussichten. Das Unternehmen rechnet mit einem Anstieg des Konzernumsatzes im zweistelligen Prozentbereich, begründet insbesondere durch das anhaltend starke Wachstum in der Sparte Biotechnologie. In beiden Sparten wird mit einer Ergebnisverbesserung gerechnet. Hierbei ist zu beachten, dass sich die positiven Ertragserwartungen kontinuierlich im Laufe des Jahres manifestieren sollten. Die sinnvolle und wichtige Neuorganisation in Geschäftsbereiche innerhalb der operativen Sparten, das neue "Werk 2001", die Synergien im Geschäftsbereich Industrielle Mechatronik, die dynamische Entwicklung von BBI in Verbindung mit dem Projektbezug des Anlagengeschäftes sowie der weitere Ausbau des Geschäftsbereichs Vivascience/Biolab müssen erst greifen und führen zu einer höheren innerjährlichen Zyklizität der Ertragsentwicklung. Die angestrebten Ertragswirkungen sollten sich im Laufe des Jahres zunehmend entfalten. Für das 1. Quartal ist daher nur von einem moderaten Ergebnis auszugehen. Ausblick Mittelfristperspektive Der vom Aufsichtsrat genehmigte 5-Jahresplan sieht weiterhin ehrgeiziges Wachstum vor. Dabei soll bis zum Jahr 2005 ein Umsatz in Höhe von 649 Mio. EURO erreicht werden. Darüber hinaus sieht der 5-Jahresplan aufbauend auf den Wachstumserwartungen kontinuierliche Ergebnisverbesserungen vor. Bis zum Jahr 2005 soll ein EBIT in Höhe von 69 Mio. EURO erreicht werden. Die mittelfristigen Ertragsziele erscheinen dem Vorstand vor dem Hintergrund der deutlich verbesserten strategischen Positionierung realistisch. Dies gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund der über den vergangenen 5-Jahres-Zeitraum (1997-2001) erzielten ertragsseitigen Fortschritte: so konnte während dieser Periode das kumulative EBIT um 984 Prozent gegenüber dem des davor liegenden 5-Jahres-Zeitraums (1992-1996) gesteigert werden. Hierzu Vorstandsvorsitzender Claassen: "Dies macht uns froh und stolz, aber noch lange nicht zufrieden." Diese Presse-Information enthält verschiedene Aussagen, die die zukünftige Entwicklung des Sartorius-Konzerns betreffen. Diese Aussagen beruhen sowohl auf Annahmen als auch auf Schätzungen. Obwohl wir davon überzeugt sind, dass diese vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir hierfür nicht garantieren. Denn unsere Annahmen bergen Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen könnten, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den erwarteten abweichen. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen ist nicht geplant. ots Originaltext: Sartorius AG Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Pressekontakt: Sartorius AG, Sabine Niebch; Pressesprecherin; 37070 Göttingen; Tel: 0551/ 308-3702; Fax: 0551/ 308-3572; Mobil: 0172/56 29 630 e-mail: sabine.niebch@sartorius.com; http: www.sartorius.com Presse-Service: http://www.sartorius.de/de/presse Original-Content von: Sartorius AG, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Das könnte Sie auch interessieren: